THOMAS GITZEL, CHEFÖKONOM VP BANK:



"Die Auftragseingänge geben ein trostloses Bild ab. Der Auftragseingang aus den benachbarten Ländern der Euro-Zone sank zum Jahresende 2015 unerwartet stark. Die Bestellungen aus Übersee waren hingegen eine positive Überraschung. Der günstige Euro macht deutsche Industriegüter zu einem Schnäppchen. Die globale Rundschau zeigt aber, dass das Verarbeitende Gewerbe in einer ernsthaften Krise steckt. In den USA schrumpft die Industrieproduktion und auch in China läuft es schlecht. Gemessen daran präsentiert sich die deutsche Industrie noch relativ robust."

CARSTEN BRZESKI, ING BANK:



"Die vergangenen Monate waren nicht einfach für die deutsche Industrie. Interessanterweise wurde der Rückgang der Bestelltätigkeit im Dezember durch sinkende Nachfrage aus dem Inland befördert. Der Anstieg der Auslandsaufträge um 0,6 Prozent gibt Hoffnung, dass der Exportkanal in den kommenden Monaten nicht völlig austrocknet."

RALPH SOLVEEN, COMMERZBANK:



"Trotz der rückläufigen Auftragsentwicklung im Dezember ist das kein Einbruch. Wenn man für die Bestellungen aus dem Euroraum Großaufträge herausrechnet, ergibt sich dabei wohl nur noch ein leichtes Minus. Die Bestelltätigkeit von außerhalb des Euro-Raums scheint sich wieder etwas zu erholen."

Reuters