AXEL RETZ

Alles mit Ansage

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03.09.2015 07:29:00

Am 5. August schrieb ich Ihnen hier, dass Sie besonders auf den 24. August achten sollten. Das war der vergangene Montag, der "Bloody Monday". Andere haben schon vor Jahren geschrieben, was geschehen wird - und daraus auch Bestseller machen können, die allerdings nie ins Deutsche übersetzt wurden. Ich darf da mal ein bisschen nachhelfen und Ihnen ein paar Charts zeigen, die Sie einfach gesehen haben müssen, bevor Sie vielleicht bald wieder auf dem falschen Fuß erwischt werden.

von Axel Retz

Was die Sanktionsspirale gegen Russland Europas Wirtschaft bis jetzt gekostet hat und noch kosten wird, darüber ist wenig zu erfahren. 2014 gingen die deutschen Exporte nach Russland laut Destatis gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Prozent zurück, in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres fielen sie gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 30,9 Prozent. Und die Kosten, die die zur Völkerwanderung angeschwollenen Flüchtlingsströme mit sich bringen, lassen sich heute noch gar nicht abschätzen.

Wer glaubt, dass derartige Geschehnisse "schicksalhaft" und alternativlos seien, der übersieht vielleicht, dass vieles von dem, was sich um uns herum ereignet, akribisch geplant wurde und umgesetzt wird. Die USA haben nun angekündigt, schon "sehr bald" F-22-Raptor-Kampfjets nach Europa zu verlegen, als Zeichen gegen die zunehmende russische Aggression.

Ja, klar doch. Die Russen haben mit ihren Militärbasen Europa regelrecht eingekesselt und fahren rund um den Kontinent immer mehr an schwerem Kriegsgerät auf. Oder war es irgendwie anders? Ja, es war anders. George Friedman, Chef der US-Denkfabrik Stratfor, redet und schreibt sich ja auch völlig unbedarft von der Seele, dass die Vorgänge rund um den Maidan ein von den USA inszenierter Putsch gewesen ist, den er sogar als den offensichtlichsten der Geschichte bezeichnet. Und in seinem Bestseller "The Next Decade" tut er auch kund, dass man die Krise mit Russland behutsam eskalieren müsse, um Deutschland und Frankreich nicht misstrauisch werden zu lassen. "Einlullen", so schreibt er, muss man die Europäer.

Nicht minder freimütig wie Friedman kommt auch Thomas P. M. Barnett zur Sache. In seinen Büchern "The Pentagon’s New Map" und "Blueprint for Action", die in den USA ebenfalls zu Bestellern wurden, erklärt der Militärstratege, der früher für Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Pentagon tätig war, wie die Vormachstellung der USA gefestigt und die Neue Weltordnung umgesetzt werden soll. In Blueprint for Action schreibt er: "Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder […] durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zum Begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten." Für alle, die sich der neuen Weltordnung widersetzen, hat Herr Barnett auch gleich eine pragmatische Lösung zu Papier gebracht, nachzulesen auf Seite 282 des Buches: "And when they threaten violence against gobal order, I say: Kill them."

Militärisch betrachtet, schwelt vor Europas Haustür eine Lunte, und mit der Flüchtlingsproblematik wird auf dem Rücken der Ärmsten der Armen die Destabilisierung Europas betrieben und die Solidaritätsbereitschaft der EU-Mitglieder einem vermutlich nicht erfolgreich ausgehenden Test unterzogen. Dass sich beides irgendwie in 2006 und 2011 verfassten Bestsellern amerikanischer Vordenker wieder findet, kann man für einen eigenartigen Zufall halten.

Die in geradezu sprachlos machender Offenheit geschriebenen Bücher Friedmans und Barnetts sollte auch das" politische Berlin" gelesen haben, selbst wenn die Lektüre zu unangenehmen Erkenntnissen führt. Solche Bücher nicht gelesen und nicht darauf reagiert zu haben, führt nämlich zu noch viel unangenehmeren Konsequenzen, die drauf und dran sind, weit über einen "nur" wirtschaftlichen Schaden hinaus zu gehen.

Auf Seite 2: Schwarzer Montag



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Bildquelle: Axel Retz

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