30.01.2015 19:00:00

Kolumne
Dirk Elsner

Mobile Payment - Die analoge Brieftasche bleibt vorerst


Zukunftsvisionen wie das Internet der Dinge sind derzeit schwer angesagt. Schon jetzt existieren die technischen Voraussetzungen für viele Ideen und werden in Unternehmen implementiert. Die aktuelle Realität der High-Tech-Ökonomie sieht freilich anders aus, insbesondere wenn man auf Dienste schaut, die technisch eigentlich schon seit mindestens zehn Jahren hätten vereinfacht werden können.

Technologische Zukunftsvisionen sind derzeit schwer angesagt. Unter den Stichworten dritte industrielle Revolution (Jeremy Rifkin) oder Industrie 4.0 (Bundesregierung) hören wir vom Internet der Dinge, in der alle Geräte über die Cloud miteinander vernetzt sind und über intelligente und selbst lernende Algorithmen unser Leben in allen Lagen erleichtern sollen: Ob das der Schnuller ist, der die Temperaturen des Baby an eine App weiterleitet oder die Glühbirne, deren Helligkeit und Farbe sich per Smartphone steuern lässt, Kühlschränke, die die Haltbarkeit von Lebensmitteln kontrollieren und nachbestellen oder die Produktion von Ersatzteilen aus dem 3D-Drucker. Geht es nach den Vorstellungen einiger Auguren, dann optimieren wir uns künftig in allen Lebenssituation mit Hilfe vernetzter Technologie in sogenannten Wearables (kleinen, am Körper getragenen Computern), versorgen uns mit eigener Energie und produzieren zu Grenzkosten nahe Null.

Die Buzzworte Digitalisierung, Individualisierung, intelligente Vernetzung und Automatisierung sind sogar bei den Bundestagsfraktionen angekommen. Schon jetzt existieren die technischen Voraussetzungen für viele Visionen und werden in Unternehmen implementiert. Die aktuelle Realität der High-Tech-Ökonomie sieht freilich anders aus, insbesondere wenn man auf Dienste schaut, die technisch eigentlich schon seit mindestens zehn Jahren hätten vereinfacht werden können.

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