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ROBERT HALVER

Was hat die EZB mit dem Raumschiff Enterprise gemeinsam?

WKN: 508810 ISIN: DE0005088108 Baader Bank AG
2,04 EUR
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29.07.2016 - 13:45
21.03.2016 07:01:00

Was haben die EZB und das Raumschiff Enterprise gemeinsam? Beide erreichen Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

von Robert Halver

Die Welt kommt aus der geldpolitischen Rettungsnummer nicht mehr heraus. Das muss sich mittlerweile auch die US-Notenbank eingestehen, die verbal das Auslaufen der Zinswende eingeleitet hat. Insgesamt ist die Rückkehr zur geldpolitischen Normalität verbaut, um Systemkrisen an den Finanzmärkten zu verhindern. In dieser Disziplin sind die Notenbanken in der Tat allmächtig. Weitgehend wirkungslos, geradezu ohnmächtig ist z.B. die EZB jedoch bei der Stimulierung von Inflation und Wirtschaftswachstum. Daran werden auch immer absurdere Vorschläge wie Helikopter-Geld nichts ändern.

Die Fed lässt ihre Leitzinsen erneut unangetastet. Mit gesenkten Zinsprojektionen für 2016 (0,875 nach zuvor 1,375), für 2017 (1,875 nach zuvor 2,375) und 2018 (3,0 nach 3,25 Prozent) untermauert sie ihren zinspolitischen Rückzug. Ihrer Leitzinserhöhungs-Askese verleiht sie mit gesenkten US-Wachstumsprojektionen für 2016 (2,2 nach zuvor 2,4) und für 2017 (2,1 nach zuvor 2,2 Prozent) zusätzlichen Nachdruck. Und schließlich ist die Lage an dem von der Fed vielbeachteten US-Arbeitsmarkt weniger robust, als die Statistik neu geschaffener Jobs alleine suggeriert. So deutet der von der US-Notenbank veröffentlichte, auf 19 Subindikatoren basierende US-Labor Market Conditions Index seit Jahresbeginn auf eine Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen hin.

Grafik 1: US-Notenbankzins und Labor Market Conditions Index





Zudem verweist Fed-Chefin Yellen darauf, dass die seit Oktober 2015 im Trend ansteigende Inflationsrate "nicht zu optimistisch interpretiert werden dürfe". Mit der Senkung ihrer Inflationsprognosen für 2016 auf 1,2 nach zuvor 1,6 Prozent setzt die Fed ein klares Signal, dass die USA kein Inflationsproblem hat, auch nicht auf der Erwartungsebene. Vor diesem Hintergrund ist ein Ende der Zinswende eingeleitet, auch wenn Frau Yellen dies aus Glaubwürdigkeitsgründen noch nicht aussprechen kann.

Grafik 2: US-Notenbankzins und Inflationserwartungen





Auf Seite 2: Der Blick der Fed geht weit über den nationalen Tellerrand hinaus



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