MARKTBERICHT

China, Öl und Fed machen Europa-Anleger nervös

China, Öl und Fed machen Europa-Anleger nervös

WKN: 851144 ISIN: US3696041033 General Electric (GE) Co.

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09.12.2016 - 18:59
26.01.2016 14:44:00

Ein erneuter Crash der chinesischen Börsen und Kurskapriolen am Rohölmarkt haben Anleger am Dienstag vom Kauf europäischer Aktien abgehalten. Darüber hinaus warf die geldmarktpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed ihre Schatten voraus. Dax und EuroStoxx50 traten daher bei 9743 und 3007 Punkten auf der Stelle.

Ein erneuter Crash der chinesischen Börsen und Kurskapriolen am Rohölmarkt haben Anleger am Dienstag vom Kauf europäischer Aktien abgehalten. Darüber hinaus warf die geldmarktpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed ihre Schatten voraus. Dax und EuroStoxx50 traten daher bei 9743 und 3007 Punkten auf der Stelle.

"Vor dem Fed-Treffen steigt die Nervosität", sagte Devisenstratege Niels Christensen von der Nordea Bank. Viele Investoren erhofften sich wegen der Kursturbulenzen von den US-Zentralbankern beschwichtigende Töne. Ähnlich äußerte sich auch Rob Carnell, Chef-Ökonom der ING Bank. "Wenn wir nicht bald eine Trendwende bei den chinesischen Konjunkturdaten sehen, müssen wir unsere Erwartung zweier US-Zinserhöhungen im Juni und im vierten Quartal ernsthaft überdenken." Die von der Fed bislang angedeuteten vier Anhebungen erschienen "völlig unrealistisch".

Damit steigt Börsianern zufolge der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), ihre Geldpolitik ebenfalls deutlich zu lockern. Denn nur so lasse sich eine Aufwertung des Euro verhindern. Diese würde Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger attraktiv machen und den heimischen Aufschwung bremsen. Am Dienstag kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,0834 Dollar ungefähr so viel wie am Vortag.

Die durch den Ölpreis -Verfall gedämpfte Teuerung schürte zudem Spekulationen auf eine weitere EZB-Zinssenkung. Das europäische Inflationsbarometer fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2015 - kurz bevor die EZB mit ihren Wertpapierkäufen im Volumen von 60 Milliarden Euro monatlich begonnen hatte. Dies drückte die Renditen der zwei - und fünfjährigen Bundesanleihen am Dienstag auf Rekordtiefs von minus 0,457 und minus 0,253 Prozent. Gleichzeitig markierte der Bund-Future, der auf den zehnjährigen Titeln basiert, mit 162,03 Punkten eine neue Bestmarke.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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