DAX

16.02.2016 08:45:00

Dax-Chartanalyse

DAX: Bärenmarktrally auf dem Prüfstand


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Übertragen auf die Börse bleiben trotz der kräftigen Gewinne in den vergangenen zwei Tagen mittelfristig die Verkäufer am Ruder. Nur kurzfristig besteht im DAX noch etwas Luft auf der Oberseite.

von Index Radar




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Die Volatilität am deutschen Aktienmarkt fällt weiterhin ungewöhnlich hoch aus. Dies zeigt sich nicht nur auf dem Weg nach unten, sondern auch bei Erholungen. Zum Wochenauftakt wurde sogar eine vergleichsweise große Aufwärtslücke gebildet, ab dem Mittag ließ die Dynamik dann spürbar nach. Die fehlenden Anschlusskäufe sind eigentlich negativ zu beurteilen, vor dem Hintergrund des US-Feiertags allerdings wenig überraschend.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass der DAX ausgehend vom hier mehrfach erwähnten, deutlich überverkauften Niveau seit Freitag um 5,2 Prozent zulegte. Ähnlich kräftige Gewinne waren zuletzt Anfang Juli und Ende Oktober 2015 zu beobachten (s. Indikator mit Markierungen unter dem Tageschart). Anschließend nahm der Aufwärtsdruck jeweils deutlich ab, der DAX scheiterte meist an der nächsten relevanten Barriere.

Auch jetzt steht der Markt wieder vor größeren Herausforderungen, an denen sich zeigen wird, wie stark die Käuferseite wirklich ist. Die waagerechte Verkaufszone um 9300 stand seit August bereits mehrfach im Fokus und dürfte nun einen Rollentausch hin zu einem Widerstand vollzogen haben. Knapp darüber verläuft zudem der Monatsmittelwert, an dem der DAX seit Jahresbeginn ebenfalls häufiger nach unten drehte. Inzwischen steht der Markt auch an der oberen Begrenzung unseres grauen Prognose-Korridors. Damit bleibt das Potenzial zunächst auf höchstens zwei Prozent begrenzt.

Eine Fortsetzung der Aufwärtsdynamik ist daher eher unwahrscheinlich. Sollte der DAX wieder unter 9130 fallen und somit in die Aufwärtslücke, droht erneut ein Rücksetzer unter die 9000er-Marke. Mutige Trader können mit dem am Ende der Analyse vorgestellten Bear-Papier auf eine Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends setzen, sobald erste Schwächesignale zu erkennen sind.

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Bildquelle: Finanzen Verlag, Franz-Georg Wenner

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