DAX-CHARTANALYSE

DAX: Welche Kurse vorläufig am wahrscheinlichsten sind

DAX: Welche Kurse vorläufig am wahrscheinlichsten sind
29.01.2016 09:30:00

Die seit Mitte Januar etablierte Verkaufszone ist kurzfristig offenbar eine zu große Barriere für den DAX. Damit fällt die weitere Prognose bis zum Wochenende eher verhalten aus. Dennoch gibt es ein Trostpflaster: Das Restrisiko eines größeren Crashs ist gering.

von Andreas Büchler




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Die extreme Abgabebereitschaft um 9800/9880 Punkte blockiert einen weiteren Anstieg des DAX derzeit. Dabei war aus statistischer Sicht die Wahrscheinlichkeit für eine stärkere Bärenmarktrally nach dem Absturz vom Dezember 2015 und Januar 2016 um mehr als 2000 Punkte relativ hoch. Der jüngste Erholungsversuch startete zunächst auch viel versprechend, mündete dann aber in eine auffällige Schwäche.

Damit richtet sich der Fokus nun zwangsläufig auch wieder verstärkt auf die Unterseite, wo der Spielraum heute theoretisch zunächst bis an die Innengrenze des von uns berechneten, statistischen Prognose-Korridors um 9475 Zähler reicht. Das Restrisiko eines größeren Crashs beträgt nur noch 10 Prozent. Dann dürfte frühestens an dem im Vorjahr bewährten Tief knapp über 9300 wieder mit einer zuverlässigen Bodenbildung gerechnet werden. Erst dort notiert der Markt wieder mehr als sechs Prozent unter seinem Monatsdurchschnittskurs, was in der Vergangenheit bis auf wenige Ausnahmen zu einer Abwärtstrendpause führte (blauer Indikator unter dem Tageschart auf Seite 2).

Als Fazit lässt sich also festhalten, dass Kurse von 9300 bis 9880 vorläufig am Wahrscheinlichsten sind, wobei die Hoffnung auf eine stärkere Erholung bis zumindest 10.100 noch nicht ganz aufgegeben werden sollte. Anleger können am unteren Ende der genannten Range eher auf steigende Kurse setzen, am oberen Ende eher auf fallende. Produkte für beide Richtungen haben wir am Ende der Analyse (Seite 6) aufgelistet. Vorsichtige Investoren halten sich auf der Long-Seite, speziell mit Calls, eher zurück. Die Tendenz aus einer übergeordneten Perspektive zeigt nach unten, die Erfolgswahrscheinlichkeit auf der Short-Seite (Puts) ist dadurch auch im kurzfristigen Bereich stets höher - "the trend is your friend" heisst es aus dem angelsächsischen Raum nicht ohne Grund.

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Bildquelle: Finanzen Verlag

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