DAX-CHARTANALYSE

DAX: Wichtiger Etappensieg

DAX: Wichtiger Etappensieg
19.02.2016 09:22:00

Der DAX hat gestern seine Erfolgsserie fortgesetzt und erstmals in diesem Jahr die 21-Tage-Linie zurückerobert. Doch trotz der jüngsten Erfolge sollten sich die Optimisten noch nicht zu sicher sein.

von Index Radar




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Anders als noch Ende Januar stellte der 21-Tage-Durchschnitt am Donnerstag keine größere Herausforderung für den DAX dar. Zudem wurde der Ausbruch über den bisherigen Widerstand bei 9300 bestätigt. Der Tagesschluss lag knapp 100 Punkte unter dem Hoch, der Monatsmittelwert wurde aber knapp verteidigt. Im Chart bildete sich eine Doji-ähnliche Kerze. Dabei bewegt sich der Kurs auf und ab und schließt ungefähr auf dem Eröffnungsniveau. Von einigen Charttechnikern werden Doji gerne als Umkehrsignal gewertet, vor allem wenn es zuvor zu einer stärkeren Aufwärtsbewegung kam. Da der DAX gestern deutlich unter dem Tageshoch den Handel beendete, könnte dies auf eine erhöhte Unsicherheit und zugleich nachlassende Kaufkraft hindeuten. Nach einer Rally von gut 700 Punkten oder 8,4 Prozent wäre eine Atempause aber auch nicht überraschend. Zudem kann das negative Image des Dojis nicht durch statistische Daten untermauert werden.

Ohnehin sollte die heutige Kursentwicklung wegen des Verfalls an den Terminmärkten nicht überbewertet werden, ein ruhiger Wochenschluss wäre nicht überraschend. Erst wenn am Montag die Karten wieder neu gemischt werden wird sich zeigen, ob der jüngste Aufwärtsimpuls auch nachhaltig oder nur über den Terminmarkt getrieben war.

Steht der DAX zum Schluss über der bisherigen Barriere von rund 9300, wäre dies eine gute Ausgangsbasis für die kommende Woche. Gewinne mit Bull-Papieren sollten nun mit gestaffelten Stoppkursen knapp unter den eingezeichneten Unterstützungen abgesichert werden. Die nächste schwächere Barriere zeigt der Stundenchart bei 9600, darüber wäre Platz bis 9800 / 9900. Im Bereich des Hochs von Ende Januar würde der DAX auch wieder um rund vier Prozent über seinem Monatsmittelwert notieren (dunkelgraue Grenze des Prognose-Bandes im Tageschart). Ein Anstieg darüber hinaus ist auch vor dem Hintergrund der jüngsten Gewinne nicht ohne vorherige Konsolidierung zu erwarten.

Fällt der Index hingegen zurück, können spekulative Anleger mit denen am Ende der Analyse vorgestellten Bear-Scheinen auf einen Rücklauf bis an die Oberseite der jüngsten Kurslücke bei 9080 setzen. Die Untergrenze des statistischen Prognose-Korridors verläuft sogar erst bei 8950 / 8900.

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Bildquelle: Finanzen Verlag, Franz-Georg Wenner

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