DAX-CHARTANALYSE

DAX vor weiterem Crash? Zwei mögliche Szenarien

DAX vor weiterem Crash? Zwei mögliche Szenarien
14.01.2016 09:30:00

Nur die bereits relativ stark überverkaufte Marktlage verhindert derzeit vermutlich einen weiteren DAX-Crash. Doch es reicht bisher noch nicht, um auch ausreichend viele Käufer für eine stärkere Bärenmarktrally anzulocken.

von Andreas Büchler




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Nachdem der DAX zwischenzeitlich mehr als sechs Prozent von seinem Monatsdurchschnittskurs nach unten abgewichen war (blauer Indikator unter dem Tageschart auf Seite 2), setzte eine kurzzeitige Stabilisierung knapp oberhalb der 9800er-Marke ein. Doch die Nachfrage reichte nur bis zu ersten bereits bewährten Verkaufszone um 10.100/10.120, dann wurden selbst kleine Gewinne sofort wieder mitgenommen. Das mangelnde Vertrauen ist einer stärkere Erholung trotz des vorausgegangenen Einbruchs, der eigentlich eine größere Gegenbewegung zurück nach oben zur Folge haben müsste, ist ein klares Schwächezeichen.

Nun deuten erste Indizien auch auf ein Ende der Nachfrage an der Unterstützung um 9800 hin - außerbörslich wurde der DAX gestern Abend und heute Früh zwischendurch sogar schon unter der 9750er-Marke gehandelt. Der nächste wahrscheinliche Zielbereich liegt dann bei rund 9500/9570 an der Untergrenze des aktuellen Abwärtstrendkanals und des statistischen Prognose-Korridors (grüne Fläche im Ein-Stunden-Chart).

Im günstigen Fall tendieren die Kurse weiter seitwärts und testen die 10.100 nochmal. Nur ein ideales Szenario lässt eine stärkere Erholung bis an den Monatsdurchschnitt bei aktuell rund 10.350 oder leicht darüber hinaus bis maximal 10.400/10.450 zu, wo ebenfalls ein paar kleinere Wendepunkte im Chart der vergangenen Wochen auszumachen sind. Auf lange Sicht ist aber eher ein Ausbruch in Richtung der Tiefs von August und September 2015 zu befürchten, nur der eingangs beschriebene überverkaufte Zustand des Index verzögert dies derzeit noch. Bis zum Abwärtstrendkanal im Bereich der 9500er-Marke besteht allerdings auch jetzt schon ausreichend statistischer Spielraum.

Anleger, die mit Hebel auf steigende und fallende Notierungen setzen wollen, sollten sich die von uns beispielhaft herausgesuchten Turbo-Zertifikate am Ende der Analyse (letzte Seite) anschauen.

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Bildquelle: Finanzen Verlag, privat

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