MARKTBERICHT

Dax-Anleger treten zum Jahresende auf die Bremse

Dax-Anleger treten zum Jahresende auf die Bremse
30.12.2015 14:45:00

Nach einem turbulenten Börsenjahr haben die europäischen Aktienanleger am Mittwoch Vorsicht walten lassen. Der Dax beendete den letzten Handelstag 2015 mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 10.743 Zähler, der EuroStoxx50 gab bis zum Nachmittag um 0,7 Prozent nach. Auf Jahressicht kommen die beiden Indizes auf ein Plus von knapp zehn und fünf Prozent. Das ist der vierte Jahresgewinn in Folge und damit die längste Serie seit einem knappen Jahrzehnt.

Nach einem turbulenten Börsenjahr haben die europäischen Aktienanleger am Mittwoch Vorsicht walten lassen. Der Dax beendete den letzten Handelstag 2015 mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 10.743 Zähler, der EuroStoxx50 gab bis zum Nachmittag um 0,7 Prozent nach. Auf Jahressicht kommen die beiden Indizes auf ein Plus von knapp zehn und fünf Prozent. Das ist der vierte Jahresgewinn in Folge und damit die längste Serie seit einem knappen Jahrzehnt. Nach Einschätzung der Analysten von M.M. Warburg dürften sich die Aktienbörsen auch im neuen Jahr weiter nach oben arbeiten. Sie warnten aber gleichzeitig: "Die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen und die Märkte volatil bleiben."

Für Verunsicherung hatte zuletzt vor allem die Aussicht auf eine Wachstumsschwäche in China gesorgt, die Gewinne im Dax schmolzen daher im Jahresverlauf deutlich ab. Bis zum Frühjahr war der Leitindex - angetrieben von der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) - um mehr als 26 Prozent nach oben geschnellt und notierte zeitweise auf einem Rekordhoch von 12.390,75 Zählern. Doch die sich mehrenden Zeichen für eine Konjunkturabkühlung in China bereiteten der Rekordjagd ein jähes Ende.

Die Volksrepublik, einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, steuert nach jahrelangem Boom auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Die chinesische Regierung peilt 2015 ein Plus von sieben Prozent an - nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Ökonomen erwarten für 2016 nur noch einen Anstieg von 6,5 Prozent. Anleger fürchten, dass die Wachstumsdelle in den Bilanzen der exportorientierten deutschen Unternehmen ihre Spuren hinterlassen könnte.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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