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Dax nach Ifo-Index zeitweise auf Zwei-Monats-Hoch - Das sagen die Volkswirte

Dax nach Ifo-Index zeitweise auf Zwei-Monats-Hoch - Das sagen die Volkswirte

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

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29.08.2016 - 18:00
24.11.2014 10:32:00

Nach dem überraschenden Anstieg des Ifo-Index erreicht der Dax in der Spitze ein Plus von 0,9 Prozent auf 9815,27 Zähler. Damit notiert er so hoch wie seit dem 19. September nicht mehr.

Nach dem überraschenden Anstieg des Ifo-Index erreicht der Dax in der Spitze ein Plus von 0,9 Prozent auf 9815,27 Zähler. Damit notiert er so hoch wie seit dem 19. September nicht mehr.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November nach sechs Rückgängen in Folge erstmals wieder aufgehellt. Der Geschäftsklima-Index stieg von 103,2 auf 104,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen weiteren Rückgang von Deutschlands wichtigstem Konjunkturbarometer auf 103,0 Zähler erwartet. Sie sagten in ersten Reaktionen:

JÖRG ZEUNER, KFW-CHEFVOLKSWIRT:

"Die Unternehmen haben sich damit abgefunden: Das Winterhalbjahr bringt kaum Wachstum. Aber sie hoffen auf den Frühling. Der schwächere Euro und der niedrigere Rohölpreis geben Rückenwind. Für viel mehr als Stabilität gibt es derzeit aber noch keine eindeutigen Anzeichen. Für mehr Optimismus brauchen wir neben dem soliden Wachstum in Spanien und der Bodenbildung in Griechenland weitere Hoffnungssignale."

PETER MEISTER, BHF-BANK:

"Wir hatten bei den Erwartungen mit einer Stabilisierung gerechnet. Die Verbesserungen bei Lage und Erwartungen sind deutlich und ein gutes Zeichen. Dies zeigt, dass wir im Euro-Raum und in Deutschland nicht auf eine Rezession zusteuern. Die Lage ist aber weiter nicht einfach. Entlastend wirken immerhin der schwache Euro und der niedrige Ölpreis."

UWE BURKERT, LBBW-CHEFVOLKSWIRT:

"Unsere Erwartung war, dass der Ifo-Index besser ausfällt. Wir hatten aus Unternehmen quer über alle Branchen bessere Auftragszahlen. Positiv ist, dass die Erwartungen gestiegen sind. Die Konjunktur könnte sich wieder fangen. Über den Sommer sind Themen wie die geopolitischen Risiken verarbeitet worden. Die große Skepsis, die noch bei der Weltbank-Tagung im Oktober zum Ausdruck gekommen war, ist zum Glück nicht in der Realwirtschaft angekommen. Geholfen hat auch der niedrigere Ölpreis und der Rückgang des Euro. Der Ifo zeigt, dass wir mit einem versöhnlichen Jahresausklang zu rechnen haben. Wir sehen keine Rezession in Europa. Aber 2015 wird auch in Deutschland kein Selbstläufer."

Reuters

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Bildquelle: Julian Mezger

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