DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax schafft fünfte Gewinnwoche in Folge

 Dax schafft fünfte Gewinnwoche in Folge
18.03.2016 18:03:39

Der DAX hat sich mit dem fünften Wochengewinn in Folge aus dem Handel verabschiedet. Das Kursplus am Freitag verdankte er dem etwas schwächelnden Euro und dem Rückenwind von...

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DAX hat sich mit dem fünften Wochengewinn in Folge aus dem Handel verabschiedet. Das Kursplus am Freitag verdankte er dem etwas schwächelnden Euro und dem Rückenwind von der freundlichen Wall Street.

Nach einem mäßigen Start schüttelte der deutsche Leitindex seine Verluste ab und schloss 0,59 Prozent höher bei 9950,80 Punkten. Auf Wochensicht erzielte er ein Plus von 1,22 Prozent. Der "Hexensabbat" - der große Verfall an den Terminmärkten - sorgte diesmal nicht für größere Kursausschläge. Profianleger versuchen dabei oftmals, die Kurse in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken, damit ihre Wetten aufgehen. An den Vortagen hatte die Zinsentscheidung der US-Notenband Fed für teils kräftige Kursausschläge gesorgt.

NACH GELDPOLITIK RÜCKT KONJUNKTUR IN DEN FOKUS

Auch die anderen Indizes beendeten den letzten Handelstag der Woche in der Gewinnzone: Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 0,31 Prozent auf 20 099,43 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDAX legte um 0,59 Prozent auf 1610,70 Punkte zu.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroSTOXX 50 ging es um 0,55 Prozent auf 3059,77 Punkte hoch. Die nationalen Indizes in Paris und London schlossen erneut uneinheitlich. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) stand zum europäischen Handelsende klar im Plus.

Aktienstratege Andreas Paciorek von CMC Markets blickte bereits nach vorn in die feiertagsbedingt verkürzte, kommende Handelswoche: "Nach zwei Wochen ganz im Schatten der Geldpolitik rückt der Fokus nun wieder stärker auf die Konjunkturdaten." Am Karfreitag bleiben unter anderem die Börsen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA geschlossen.

MUNICH RE SETZEN TALFAHRT FORT

Zu den schwächsten Dax-Werten gehörte am Freitag Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft), deren Aktien die jüngste Talfahrt mit einem Minus von 1,01 Prozent fortsetzten. Der Rückversicherer hatte zur Wochenmitte mit seinem Geschäftsausblick enttäuscht. Einige Analysten senkten nun ihre Ergebnisprognosen.

An der Indexspitze gewannen die RWE-Titel (RWE) 2,85 Prozent. Die Aktien von Konkurrent Eon rückten um 1,26 Prozent vor. Die Versorger sind seit Tagen stark im Fokus, da aktuell das Bundesverfassungsgericht über deren Verfassungsbeschwerde gegen die Rechtmäßigkeit des deutschen Atomausstiegs verhandelt. Es geht um Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Zu den schwächeren Werten im MDax gehörten nach der Vorstellung der endgültigen Bilanz die Papiere von Salzgitter, die um 0,30 Prozent sanken. Nachdem der deutsche Stahlkocher im vergangenen Jahr unter dem Strich noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht war, konnte die jetzt angekündigte Dividendenanhebung die Anleger nicht versöhnen.

FREENET NACH ZUKAUF IN DER SCHWEIZ UNTER DRUCK

Die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank (Deutsche Pfandbriefbank) verloren nach der Zahlenvorlage 0,35 Prozent. Dagegen profitierte Deutsche Wohnen mit plus 0,27 Prozent von erfreulichen Geschäftsresultaten der Immobiliengesellschaft.

Die Papiere des Gabelstapler-Herstellers Kion erreichten bei 49,915 Euro ein Rekordhoch. Das Kursplus von am Ende 4,35 Prozent auf 49,370 Euro reichte für den Spitzenplatz im MDax. Am Vortag hatte Kion nach einem Rekordjahr weiteres Wachstum prognostiziert.

Der Kurs des Mobilfunkanbieters Freenet sackte indes nach dem Einstieg beim größten Telekommunikationsanbieter der Schweiz am TecDax-Ende um 5,34 Prozent ab. Analyst Cengiz Sen von der Investmentbank Equinet bezeichnete den Kaufpreis von 714 Millionen Euro für knapp 24 Prozent an Sunrise Communications als recht hoch.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,14 Prozent auf 0,10 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,28 Prozent auf 141,94 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,09 Prozent auf 162,56 Punkte. Der Euro sank auf 1,1270 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1279 (Donnerstag: 1,1311) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8866 (0,8841) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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