DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax tritt auf der Stelle

 Dax tritt auf der Stelle
08.11.2017 18:19:41

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne eindeutige Richtung ist der Dax (DAX 30) zur Wochenmitte aus dem Handel gegangen. Massive Verluste einiger Technologie-Schwergewichte sorgten am Mittwoch hingegen für klare Abgaben beim TecDAX. Bestimmt wurde das Handelsgeschehen einmal mehr von Quartalszahlen zahlreicher Unternehmen. Der Eurokurs hielt sich stabil.

Der Dax schloss 0,02 Prozent höher bei 13 382,42 Punkten praktisch unverändert, nachdem er am Vortag mit 13 525 Zählern ein Rekordhoch erreicht hatte. Börsianer halten es für denkbar, dass der Leitindex vor der erwarteten Jahresendrally zunächst noch etwas sinken wird.

Für den MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es ebenfalls um 0,02 Prozent nach oben auf 26 933,22 Punkte. Im frühen Handel hatte er mit 27 151,83 Punkten eine neue Bestmarke aufgestellt. Der TecDax verlor den zweiten Tag in Folge recht deutlich und sank letztlich um 1,41 Prozent auf 2521,41 Zähler.

Eindeutiger Spitzenwert im Dax waren die Titel von HeidelbergCement mit einem Plus von 6,59 Prozent. Im späten Handel hatten die Papiere mit 90,50 Euro das höchste Kursniveau seit Mitte März erreicht. Die jüngsten Geschäftszahlen des Baustoffkonzerns hätten überzeugt, sagte ein Analyst.

Die Titel von Eon (EON SE) legten nach der Präsentation der Bilanz um 1,33 Prozent zu. Der Versorger hatte in den ersten neun Monaten des Jahres von erheblich niedrigeren Zinszahlungen und einem guten Netzgeschäft profitiert.

Linde-Papiere (Linde) gewannen 1,21 Prozent. Der Industriegasekonzern hatte die vorletzte Hürde für die Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair überwunden. Bis Mittwochnachmittag wurden 75,25 Prozent der bisherigen Linde-Aktien zum Umtausch in Anteile des neuen Konzerns eingereicht. Mit mehr als 75 Prozent kann die neue Linde plc mit der alten Linde AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag schließen. Damit steht nur noch die Zustimmung der Kartellbehörden aus.

Schwächster Dax-Wert waren die Lufthansa-Aktien (Lufthansa) (Lufthansa) mit einem Minus von 3,64 Prozent. Marktbeobachter führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück nach dem zuletzt steilen Kursanstieg.

Nach Vorlage von Zahlen verbuchten im MDax die Anteile des Autozulieferers Schaeffler, des Chemikalienhändlers Brenntag und des Aromenproduzenten Symrise hohe Kursgewinne zwischen 4,3 und 7,4 Prozent.

Hohe Abschläge von 6,6 Prozent mussten hingegen die Aktionäre des Anlagenbauers Dürr verkraften. Ein überraschend schwacher Auftragseingang im dritten Quartal hatte Zweifel geweckt.

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter hatte einen klaren Zuwachs beim Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten verbucht und damit die Expertenprognosen deutlich übertroffen. Salzgitter-Aktien beendeten den Handel 0,54 Prozent höher.

Im TecDax fielen die Aktien des Biotechunternehmens EVOTEC um fast 8 Prozent. In erster Linie seien dafür Gewinnmitnahmen ausschlaggebend gewesen, so Marktbeobachter. Die Aktien zählen seit Jahresbeginn zu den Überfliegern im deutschen Techwerte-Barometer. Seit einigen Wochen schwanken sie aber stark.

Auch bei den Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard machten die Aktionäre Kasse. Laut Händlern trübten die jüngsten Berichte über die "Paradise Papers" die Stimmung für die Finanzbranche. Wirecard verloren 3,1 Prozent.

Für den EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 0,10 Prozent auf 3655,04 Punkte nach unten. Der Pariser Leitindex CAC 40 büßte 0,17 Prozent ein, während der FTSE 100 in London um 0,22 Prozent anzog. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zeigte sich zum Börsenschluss in Europa kaum verändert.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,10 Prozent auf 141,91 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,04 Prozent auf 163,37 Punkte. Der Euro notierte zuletzt knapp unter der Marke von 1,16 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1590 (Dienstag: 1,1562) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8628 (0,8649) Euro gekostet./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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