Deutsche Bank Aktie [WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008]

10.02.2016 15:36:00

Marktbericht

Erholung der Finanzwerte hilft Europas Börsen - Deutsche Bank-Aktie mit größtem Kursplus seit 2009


Gestützt auf eine kräftige Erholung der Finanzwerte haben die europäischen Börsen ihre mehrtägige Talfahrt vorerst beendet. Dax und EuroStoxx50 legten am Mittwoch jeweils etwa zwei Prozent auf 9040 beziehungsweise 2796 Punkte zu. Der europäische Banken-Index gewann zeitweise sogar 5,8 Prozent. Zu den Favoriten des Tages zählte die Deutsche Bank, deren Aktien sich in der Spitze um fast 17 Prozent verteuerten. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren.

Gestützt auf eine kräftige Erholung der Finanzwerte haben die europäischen Börsen ihre mehrtägige Talfahrt vorerst beendet. Dax und EuroStoxx50 legten am Mittwoch jeweils etwa zwei Prozent auf 9040 beziehungsweise 2796 Punkte zu. Der europäische Banken-Index gewann zeitweise sogar 5,8 Prozent. "Das sieht aber eher so aus, als ob Schnäppchenjäger ihren Zeh ins Wasser halten", warnte Analyst Tony Cross vom Online-Broker Trustnet Direct. Ein groß angelegter Stimmungsumschwung sei nicht zu beobachten.

Zu den Favoriten des Tages zählte die Deutsche Bank, deren Aktien sich in der Spitze um fast 17 Prozent verteuerten. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren. In den vergangenen beiden Wochen war ihr Kurs allerdings wegen eines Rekord-Verlustes und anschließenden Spekulationen um Zahlungsschwierigkeiten um rund 30 Prozent eingebrochen. Zur aktuellen Entspannung trug Börsianern zufolge ein Zeitungsbericht bei, die Deutsche Bank wolle eigene Anleihen im Volumen von mehreren Milliarden Euro zurückkaufen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Im Windschatten des deutschen Branchenprimus gingen auch die übrigen europäischen Finanzwerte auf Erholungskurs. Commerzbank gewannen 6,8 Prozent, die Intesa Sanpaolo aus Italien 11,3 Prozent, Societe Generale (SocGen) aus Frankreich 7,1 Prozent und HSBC aus Großbritannien 0,7 Prozent. Der Kurssprung bei der Deutschen Bank dämpfe die Furcht vor Ansteckungseffekten innerhalb des Finanzsektors, sagte Francois Savary, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Prime Partners.

VONOVIA UND DEUTSCHE WOHNEN GEFRAGT - HIKMA AUF TALFAHRT



Im Rampenlicht standen zudem Vonovia und Deutsche Wohnen. Obwohl die mit einem Volumen von 14 Milliarden Euro größte Fusion in der deutschen Immobilienbranche nach einem monatelangen Poker platzte, bauten beide Aktien ihre Kursgewinne aus. Bei Deutsche Wohnen könnten sich Anleger nun wieder auf den hochwertigen Immobilienbestand und die solide Bilanz konzentrieren, schrieb DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger. Die Aktien der Immobilienfirma gewannen 7,4 Prozent. Vonovia legten 5,9 Prozent zu.

An der Londoner Börse brachen die Aktien der Pharmafirma Hikma dagegen um bis zu 20 Prozent ein. Das ist der größte Kurssturz seit siebeneinhalb Jahren. Die Übernahme der Generikasparte des deutschen Konkurrenten Boehringer Ingelheim kam bei den Anlegern der Pharmafirma nicht gut an. Wegen der aktuellen Rabattschlacht in der Branche wird die Neuerwerbung Hikma zufolge weniger Umsatz machen als bislang gedacht.

ÖLPREIS STABILISIERT SICH - US-NOTENBANK IM BLICK



Am Rohstoffmarkt sorgten neue Hoffnungen auf eine Drosselung der weltweiten Fördermengen für eine Stabilisierung des Ölpreises. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 30,58 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem ihr Preis am Vortag um knapp acht Prozent abgestürzt war. Eine deutliche Erholung sei aber erst dann zu erwarten, wenn sich die Opec und andere Staaten auf eine Kürzung der Fördermengen einigen, betonten Börsianer. Der rasante Preisverfall des "schwarzen Goldes" hat in den vergangenen Monaten Nervosität an den Aktienmärkten geschürt und zu den Verlusten von Dax & Co. beigetragen.

Ohne größeren Einfluss auf die Kurse blieben die Aussagen der US-Notenbankchefin zur wirtschaftlichen Lage. Janet Yellen wies in ihrem vorab veröffentlichten Redetext anlässlich ihrer halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress unter anderem auf die Risiken für die Konjunktur hin. Gleichzeitig sagte sie ein anhaltenden moderates Wachstum voraus. Der Euro kostete am frühen Nachmittag mit 1,1240 Dollar ungefähr so viel wie vor den Yellen-Äußerungen.

Reuters

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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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