MARKTBERICHT

Euro fällt auf 7-Monats-Tief - Gewinnmitnahmen bei Aktien

Euro fällt auf 7-Monats-Tief - Gewinnmitnahmen bei Aktien
23.11.2015 15:18:00

Spekulationen auf weitere EZB-Geldspritzen und die nahende US-Zinswende haben dem Euro am Montag zu schaffen gemacht. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf ein Sieben-Monats-Tief von 1,0602 Dollar. Am Aktienmarkt machten einige Anleger gleichzeitig Kasse. Dax und EuroStoxx50 notierten am Nachmittag mit 11.080 und 3439 Punkten je etwa 0,3 Prozent niedriger.

Spekulationen auf weitere EZB-Geldspritzen und die nahende US-Zinswende haben dem Euro am Montag zu schaffen gemacht. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf ein Sieben-Monats-Tief von 1,0602 Dollar. Am Aktienmarkt machten einige Anleger gleichzeitig Kasse. Dax und EuroStoxx50 notierten am Nachmittag mit 11.080 und 3439 Punkten je etwa 0,3 Prozent niedriger. "Die Anleger warten auf neue Impulse und wollen sich vor dem ifo-Geschäftsklima-Index am Dienstag nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", sagte ein Händler. Sorgen bereiteten zudem die zeitweise stark fallenden Rohstoffpreise.

Wegen einer schwächelnden China-Nachfrage verbilligte sich Kupfer um bis zu drei Prozent und lag mit 4444 Dollar je Tonne so niedrig wie zuletzt vor sechseinhalb Jahren. China ist der weltgrößte Abnehmer des für Stromkabel und Wasserrohre benötigten Industriemetalls. Am Öl-Markt drückte das weltweite Überangebot den Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um bis zu 2,4 Prozent auf 43,57 Dollar. Kurzzeitig herumgereichte Spekulationen auf eine Förderkürzung durch Saudi-Arabien hievte den Preis zeitweise um 2,4 Prozent in die Höhe auf 45,73 Dollar. Am Nachmittag pendelte Brent dann um den Freitagsschluss von 44,66 Dollar.

Sämtliche Rohstoffe litten unter dem Höhenflug der US-Währung, die diese Anlageklasse für Investoren außerhalb der USA unattraktiver macht. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, stieg am Montag um bis zu 0,4 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Monats-Hoch von 99,977 Punkten.

Börsianer rechnen damit, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im Dezember erstmals seit 2006 wieder anheben wird. Gleichzeitig erwarten sie von der EZB eine Ausweitung ihrer Anleihekäufe, um eine drohende Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen abzuwenden.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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