MARKTBERICHT

Fed verunsichert Europas Anleger - Ölpreis-Anstieg stützt

Fed verunsichert Europas Anleger - Ölpreis-Anstieg stützt

WKN: 620200 ISIN: DE0006202005 Salzgitter

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24.08.2016 - 17:54
28.01.2016 15:36:00

Die Konjunkturskepsis der Anleger hat Europas Börsen am Donnerstag zugesetzt. Auf die Stimmung drückten die jüngsten Kommentare der US-Notenbank.

Die Konjunkturskepsis der Anleger hat Europas Börsen am Donnerstag zugesetzt. Auf die Stimmung drückten die jüngsten Kommentare der US-Notenbank. Fed-Chefin Janet Yellen hatte vor allem die Risiken für die Wirtschaft durch die Turbulenzen an Chinas Börsen und am Ölmarkt hervorgehoben. Schwache Firmenbilanzen dies- und jenseits des Atlantiks sorgten zusätzlich für lange Gesichter. Ein stark steigender Ölpreis begrenzte jedoch die Kursverluste. Dax und EuroStoxx50 gaben jeweils rund ein Prozent auf 9776 und 3014 Punkte ab.

Neue geldpolitische Signale kamen von der Fed nicht. Einige Anleger hätten jedoch Hinweise auf ein Hinauszögern der geplanten weiteren Zinserhöhungen gehofft, sagte Marktexperte Angus Nicholson vom Brokerhaus IG Markets. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, dem Chef-Volkswirt der VP Bank, müssen die Währungshüter aber an ihrem Mitte Dezember eingeschlagenen Kurs festhalten, um ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen. "Voraussichtlich wird die US-Notenbank weiter nachlegen. Der Zinserhöhungszyklus könnte als großer Fehler in die Geschichtsbücher eingehen." Kritiker fürchten, dass die fragile Erholung der Konjunktur durch höhere Zinsen ausgebremst werden könnte.

Genährt wurden der Pessimismus durch schwache Industriedaten: Im Dezember brachen die Auftragseingänge in den USA mit minus 5,1 Prozent deutlich stärker ein als erwartet. Der Dollar geriet unter Beschuss - der Euro stieg um 0,4 Prozent auf ein Tageshoch von 1,0933 Dollar. An den US-Börsen, die mit Gewinnen in den Handel starteten, straften Anleger Ebay für die enttäuschenden Geschäftszahlen massiv ab. Die Aktien brachen um rund zehn Prozent ein.

Spekulationen auf eine Drosselung der Fördermengen trieben den Ölpreis. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee legte um bis zu 5,4 Prozent auf 34,90 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Laut dem russischen Energieminister hat Saudi-Arabien Produktionskürzungen vorgeschlagen.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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