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MARKTBERICHT

Hoffnung auf neues Notenbank-Geld treibt Europas Börsen

WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554 Nordex AG
25,14 EUR
-0,02 EUR -0,06 %
30.06.2016 - 06:29
29.01.2016 14:52:00

Spekulationen auf neue Geldspritzen der großen Notenbanken haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag gestützt. Der Dax stieg um 0,5 Prozent auf 9683 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 0,8 Prozent auf 3004 Zähler an. Damit machten beide Indizes einen kleinen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wett. Für den Auftrieb sei vor allem die japanische Notenbank verantwortlich, sagte IG-Marktes-Analyst Gregor Kuhn.

Spekulationen auf neue Geldspritzen der großen Notenbanken haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag gestützt. Der Dax stieg um 0,5 Prozent auf 9683 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 0,8 Prozent auf 3004 Zähler an. Damit machten beide Indizes einen kleinen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wett. Für den Auftrieb sei vor allem die japanische Notenbank verantwortlich, sagte IG-Marktes-Analyst Gregor Kuhn.

Im Kampf gegen eine Konjunkturabschwächung senkte die Bank von Japan den Einlagenzins auf minus 0,1 Prozent. "Die Geldpolitik folgt nun dem Vorbild der Europäischen Zentralbank ", schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. "Ähnlich wie bei der EZB dürfte dieser Schritt darauf abzielen, die Kreditvergabe der Banken zu stimulieren." Dahinter dürften den Experten zufolge jedoch vor allem währungspolitische Überlegungen stehen. "Der Yen wertete schließlich in den letzten Monaten gegen alle wichtigen Währungen teils kräftig auf."

Als Reaktion auf den Zinsentscheid geriet der Kurs der japanischen Währung ins Rutschen. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 121,35 Yen. Parallel dazu sank der Euro auf 1,0908 Dollar. Schließlich habe die EZB bereits angedeutet, dass sie bei ihrer Ratssitzung im März die Geldpolitik weiter lockern wolle, betonte Analyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda.

Die Geldhäuser der Euro-Zone müssen auf ihre Einlagen bei der EZB einen Strafzins von 0,3 Prozent zahlen. Gleichzeitig pumpen die Währungshüter monatlich 60 Milliarden Euro in die Finanzmärkte, um die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abzuwenden. Vor diesem Hintergrund warteten Investoren gespannt auf die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Sollte diese im Januar erneut gesunken sein, würde dies Spekulationen auf zusätzliche EZB-Geldspritzen neuen Auftrieb geben.

Anleihe-Investoren setzten bereits auf eine Ausweitung der Wertpapierkäufe: Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, stieg auf 163,41 Punkte und markierte damit den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch.

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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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