DAX-CHARTANALYSE

Immer wieder Käufe auf gleicher Höhe

Immer wieder Käufe auf gleicher Höhe
14.11.2014 09:27:00

Es ist auffällig, wie regelmäßig der Deutsche Aktienindex derzeit gekauft wird, sobald er auf ein bestimmtes Niveau zurückfällt. Dadurch lassen sich für Anleger brauchbare Handelsstrategien für die kommenden Stunden und Tage ableiten.

von Andreas Büchler




Chart 1 - Intradaychart auf Fünf-Minuten-Basis



Seit Monatsbeginn ist es das Selbe: Kaum fällt der DAX in Richtung 9150/9220 Zähler, kommt eine starke Nachfrage auf. Jedes Mal gelingt dadurch in diesem Preisbereich der Richtungsumschwung zurück nach oben. Wir sehen darin ein positives Signal, was Anleger jedoch nicht zu leichtsinnig werden lassen darf. Immerhin drehen die Kurse mit gleicher Beharrlichkeit auch auf der Oberseite irgendwann wieder zurück nach unten, denn dort ist die 200-Tage-Linie wiederum für Viele ein Grund, Gewinne mitzunehmen.

Unsere Meinung: Das voreilige Realisieren von Profiten zeigt, dass kein nachhaltiges Vertrauen in den Markt vorhanden ist. Solange der DAX unter dem für langfristig denkende Investoren als Messlatte geltenden Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage verläuft, wird eine anhaltende Aufwärtsbewegung keine Chance haben. Nur knapp 30 Prozent der im Index enthaltenen Aktien haben diesen Indikator bereits wieder überschritten.

Die aktuelle Situation ist vergleichbar mit dem Beginn des vierten Quartals im Jahr 2011: Damals sah es kurzfristig ähnlich gut aus wie jetzt - nach einer Bärenmarktrally verliefen 80 bis 90 Prozent der DAX-Papiere über dem Monatsdurchschnittskurs (21-Tage-Linie). Doch nur knapp 3 von 10 Aktien wurden noch über dem 200-Tage-Mittelwert gehandelt. Erst nach mehreren marktbereinigenden Rückschlägen fassten Investoren wieder Vertrauen und eine längere Erholung begann.

Was können Anleger daraus lernen? Zunächst sollte der Schwerpunkt eher auf kurzfristiges Trading innerhalb der Seitwärtsbewegung zwischen 9150/9220 und 9500 Punkten gelegt werden, wobei ein Ausbruch aus dieser Spanne genau zu beobachten ist. Nach unten ist der Index durch den zwar nicht punktgenau geltenden, aber doch unterstützend wirksamen 21-Tage-Durchschnittskurs bei rund 9100 Zählern zusätzlich abgesichert, der oft einen Orientierungspunkt für kurzfristige Schnäppchenjäger bildet. Dadurch bessert sich das Chance-Risiko-Verhältnis für eine Spekulation auf einen Anstieg in Richtung der Obergrenze der genannten Tradingrange weiter. Passende Zertifikate um diese Trading-Idee umzusetzen haben wir am unteren Ende dieser Analyse beispielhaft herausgesucht. Stoppkurse sollten knapp unter der 21-Tage-Linie liegen.

Angesichts der nachlassenden Aufwärtsdynamik an der Wall Street und des intakten mittelfristigen Abwärtstrends im DAX sollte zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nur noch mit kleineren Beträgen auf ein Hin und Her in der Tradingrange spekuliert werden. Unterhalb von 9100 müssen Anleger dann spätestens umdenken und auf fallende Kurse setzen, das Potenzial reicht in diesem Fall bis in den Zielbereich 8820/8880 Zähler. Hier hat sich der DAX im Vormonat mehrfach stabilisiert, was im Chart durch eine entsprechende Unterstützungszone erkennbar wird. Auch dafür haben wir ein passendes Derivat herausgesucht.

Chart 2 - Anzahl DAX-Aktien über 21-Tage-Linie in %



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Bildquelle: Finanzen Verlag, privat

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