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Kaufrausch japanischer Anleger steckt Europäer an

Kaufrausch japanischer Anleger steckt Europäer an

WKN: 703712 ISIN: DE0007037129 RWE AG St.

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28.09.2016 - 17:57
15.02.2016 14:40:00

Nach einem Kursfeuerwerk in Japan haben auch die europäischen Anleger am Montag bei Aktien zugegriffen. Dax und EuroStoxx setzten ihren Erholungskurs vom Freitag fort und stiegen um drei und 3,3 Prozent auf 9240 und 2851 Zählern. "Die guten Vorgaben lösen einen kleinen Kaufrausch aus", schrieb Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. "Anleger haben Angst, den Zug zu verpassen."

Nach einem Kursfeuerwerk in Japan haben auch die europäischen Anleger am Montag bei Aktien zugegriffen. Dax und EuroStoxx setzten ihren Erholungskurs vom Freitag fort und stiegen um drei und 3,3 Prozent auf 9240 und 2851 Zählern. "Die guten Vorgaben lösen einen kleinen Kaufrausch aus", schrieb Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. "Anleger haben Angst, den Zug zu verpassen." Trotz enttäuschender Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Japan war der Nikkei-Index um mehr als sieben Prozent in die Höhe geschossen, nachdem er in der abgelaufenen Woche elf Prozent eingebüßt hatte.

Börsianer wollten aber noch nicht von einer Entwarnung sprechen. "Ich denke nicht, dass die Talsohle schon durchschritten ist", sagte einer. Allerdings sei der Pessimismus der vergangenen Wochen wohl auch übertrieben gewesen. Seit Jahresbeginn haben Dax und EuroStoxx50 je deutlich mehr als zehn Prozent verloren. Die Wall Street bleibt am Montag wegen eines Feiertages (President's Day) geschlossen. Am Freitag hatte ein Comeback der Finanzwerte und der Ölpreise den Börsen in den USA und in Europa ein Plus von zwei bis fast drei Prozent beschert .

Neue Konjunkturdaten aus China und Japan dämpften zu Wochenbeginn allerdings nicht gerade die Angst vieler Anleger vor einer weltweiten Rezession: In China brachen im Januar sowohl die Exporte als auch die Importe überraschend stark ein, während das japanische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2015 schrumpfte. Doch die Anleger wetteten nun darauf, dass die Notenbanken eine Dauerkrise der Weltwirtschaft verhindern werden. Dies drückte den Yen und schob im Gegenzug den Dollar auf 114,10 Yen von 113,20 Yen am Freitag. Der Euro verlor mehr als einen halben US-Cent auf 1,1180 Dollar.

An den Ölmärkten fanden die Preise angesichts des feiertagsbedingten Fehlens der US-Anleger nur schwer eine Richtung. Nach den deutlichen Aufschlägen von Freitag pendelten sich die Preise für Brent und WTI mit 33,70 und 29,83 Dollar je Fass rund ein Prozent höher ein. Gewinnmitnahmen drückten dagegen den Goldpreis um 2,5 Prozent auf 1206,90 Dollar je Feinunze.

FINANZWERTE SETZEN ERHOLUNGSKURS VOM FREITAG FORT



Die europäischen Finanzwerte arbeiteten sich weiter etwas nach oben. Im Dax legten die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank weitere 1,1 und 2,8 Prozent zu, nachdem sie am Freitag 18 und knapp zwölf Prozent gewonnen hatten. Die europäischen Bankenindizes notierten angeführt von den italienischen Geldhäusern je rund vier Prozent fester. Hilfreich sei sicherlich gewesen, dass große Institute Beruhigungspillen verteilt hätten und die Commerzbank mit einem "ordentlichen Ergebnis" geglänzt habe, schreiben die Analysten der Metzler Bank. Die Erholung könnte allerdings von kurzer Dauer sein.

Boden gutmachten am Montag auch die Versorger: Die Aktien von E.ON stiegen um 6,5 Prozent, die von RWE 3,2 Prozent . Doch auch die arg gebeutelten Aktien von VW, Renault und Peugeot stiegen um sechs bis sieben Prozent.

Zu den Favoriten in London zählten die Titel von Reckitt Benckiser mit einem Plus von 6,7 Prozent. Die Konzentration auf Gesundheitsprodukte hat dem britischen Konsumgüterkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Gewinn beschert.

Reuters

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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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