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BÖRSEN RAUSCHEN IN DIE TIEFE

Konjunktursorgen: Dax schließt erstmals seit Oktober 2014 unter 9000 Punkten

08.02.2016 19:15:00

Die Angst vor Kreditausfällen in der Energiebranche hat am Montag die Börsen rund um den Globus ins Taumeln gebracht. Der Dax fiel um 3,3 Prozent auf 8979,36 Punkte und schloss damit erstmals seit Oktober 2014 unter der psychologisch wichtigen Marke von 9000 Zählern. Für Verunsicherung sorgte der Absturz der Aktien des hochverschuldeten US-Erdgasförderers Chesapeake, der die US-Börsen mit in die Tiefe riss.



In Europa gerieten vor allem die Finanzwerte unter die Räder. "Die Weltwirtschaft befindet sich in einer schwachen Verfassung, der Ölpreis liegt am Boden. Daraus erwachsen Sorgen über die Stabilität des Bankensektors. Es werden böse Erinnerungen an die Finanzkrise wach", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Brokers CMC Markets.



Besonders gebeutelt war einmal mehr die Deutsche Bank. Die Aktien verloren 9,5 Prozent und schlossen bei 13,82 Euro - so tief hatten sie einen Börsentag noch nie beendet. Seit dem Ausweis eines milliardenhohen Rekordverlustes werfen die Anleger die Papiere der Bank reihenweise aus ihren Depots. Da half es dem Institut auch nicht, dass es nach eigenen Angaben im Energiesektor im Vergleich zu den Rivalen unterdurchschnittlich vertreten und die Engagements auch gut abgesichert sind. Auch die Aktien der Konkurrenten aus Spanien und Frankreich wurden verkauft, der EuroStoxx-Bankenindex verlor 6,4 Prozent. Zudem schnellten die Kosten für Kreditausfallversicherungen in die Höhe.


Anleger fürchten wegen des Absturzes der Ölpreise eine Art Dominoeffekt. Viele Öl- und Gasfirmen sind hoch verschuldet. Börsianer fürchten, die Banken könnten am Ende auf den Anleihen und Krediten der Branche sitzen bleiben. Geschürt wurden diese Sorgen am Montag von der Nachricht, dass der US-Erdgasförderer Chesapeake über eine Umschuldung nachdenkt. Die Aktien stürzten zeitweise um bis zu 51 Prozent auf 1,50 Dollar ab - das war der niedrigste Stand seit 1999.

ÖLPREIS-TURBULENZEN MACHEN ZUSÄTZLICH NERVÖS



Wegen schwindender Hoffnungen auf eine baldige Drosselung der weltweiten Fördermengen verbilligte sich das Nordsee-Öl Brent zeitweise um mehr als drei Prozent auf 32,95 Dollar je Fass (159 Liter). Das US-Leichtöl WTI rutschte um 4,3 Prozent auf 29,57 Dollar ab.

Angesichts der jüngsten Turbulenzen setzen Anleger inzwischen zunehmend darauf, dass die Fed ihre Geldpolitik nur sehr vorsichtig weiter straffen wird. Der Euro war deswegen in der vergangenen Woche bis auf ein Drei-Monats-Hoch von 1,1243 Dollar geklettert, am Montagabend notierte er mit 1,1156 Dollar auf dem Niveau vom Freitag.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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