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Goldpreis: Die Profis ziehen die Reissleine

Goldpreis: Die Profis ziehen die Reissleine
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13.12.2017 06:00:00

Am vergangenen Freitag meldete die US-Aufsichtsbehörde CFTC hinsichtlich Gold-Futures den heftigsten Ausverkauf seit Juli. Von Jörg Bernhard



Woche für Woche erfahren die Akteure an den Goldmärkten durch den sogenannten Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission, welche Trends und Stimmungen bei Gold-Futures zu beobachten waren. In dem Stimmungsbericht wird unter anderem veröffentlicht, wie sich gegenüber der Vorwoche das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat. Dies kommt durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) zum Ausdruck, wobei ein Gold-Future den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold repräsentiert. Besonders aussagekräftig wird das Update aber vor allem durch die angezeigten Positions- bzw. Stimmungsveränderungen diverser Gruppen von Marktakteuren. Dabei wird ersichtlich, wie sich die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert haben und wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



In der Woche zum 5. Dezember waren zwei Dinge offensichtlich. Erstens: Das allgemeine Interesse an Gold-Futures - ablesbar an der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) - musste einen überdurchschnittlichen Rückgang von 503.800 auf 472.800 Futures (-6,2 Prozent) hinnehmen. Zweitens: Bei der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten war ein regelrechter Sell-off zu beobachten. Sie musste nämlich innerhalb einer Woche mit einem Rückgang von 246.500 auf 189.900 Futures (-23,0 Prozent) den heftigsten Einbruch seit fast fünf Monaten hinnehmen. Während große Terminspekulanten ihre Netto-Long-Position im Berichtszeitraum von 224.400 auf 173.300 Kontrakte (-22,8 Prozent) reduziert haben, war bei kleinen Terminspekulanten ein "Kahlschlag" von 22.100 auf 16.600 Futures (-24,9 Prozent) registriert worden. Fazit: Es sieht so aus, dass immer mehr Investoren angesichts rekordhoher Kurse bei Aktien und Kryptowährungen wie dem Bitcoin bei Gold die Geduld verlieren.


Auf Seite 2: Charttechnisch angeschlagen

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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