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Goldpreis: Profis treten erneut den Rückzug an

Goldpreis: Profis treten erneut den Rückzug an
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01.11.2017 12:10:00

Bei Gold-Futures hat sich laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC die Stimmung unter den Terminspekulanten wieder signifikant eingetrübt und zu einer wachsenden Skepsis geführt. Von Jörg Bernhard



Einmal pro Woche erfahren die Akteure an den Goldmärkten von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC), wie sich bei Gold-Futures das Marktsentiment entwickelt hat. Der normalerweise am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report zeigt zum Beispiel auf, ob das allgemeine Interesse an Gold-Futures im Vergleich zur Vorwoche zugenommen oder abgenommen hat. Erkennbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte - dem sogenannten Open Interest - wobei einem Future 100 Feinunzen Gold zugrunde liegen. Besonders interessant ist für Investoren aber die Tatsache, dass man konkrete Stimmungen diverser Gruppen von Marktakteuren erkennen und interpretieren kann. So zeigt das Update auf, wie sich innerhalb einer Woche die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) entwickelt haben. Daraus kann man dann ablesen, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



In der Woche zum 24. Oktober haben das allgemeine Interesse an Gold-Futures sowie der Optimismus der spekulativen Marktakteure nachgelassen. Innerhalb einer Woche sank die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) marginal von 528.800 auf 526.700 Futures (-0,4 Prozent). Deutlich stärker bergab ging es allerdings mit der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten. Sie hat sich nämlich von 235.200 auf 210.700 Futures (-10,4 Prozent) reduziert. Besonders kräftige Einbußen gab es unter den Großspekulanten zu beobachten, die ihre Netto-Long-Position von 214.300 auf 191.400 Kontrakte (-10,7 Prozent) zurückgefahren haben, während bei den Kleinspekulanten auf Wochensicht lediglich ein Rückgang von 20.900 auf 19.300 Futures (-7,8 Prozent) zu beklagen war. Damit erwies sich der in der Woche zuvor gemeldete gestiegene Optimismus als "Strohfeuer", schließlich rutschte die Netto-Long-Position der spekulativen Marktakteure auf einen Schlag auf das niedrigste Niveau seit zwei Monaten ab.


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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters

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