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Goldpreis-Report: Die Profis setzen auf weitere Kursaufschläge

Goldpreis-Report: Die Profis setzen auf weitere Kursaufschläge

WKN: 850628 ISIN: US46625H1005 JPMorgan Chase & Co.

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05.12.2016 - 13:57
04.03.2016 07:18:00

An den Terminmärkten bleibt Gold weiter stark gefragt. Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC wies zum fünften Mal in Folge einen stark gestiegenen Optimismus unter den Terminspekulanten aus. Von Jörg Bernhard

Einmal pro Woche erhalten Anleger einen Einblick, wie sich unter kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) die Stimmung verändert hat. In der Woche zum 23. Februar ging es mit der Anzahl offener Kontrakte - dem sogenannten Open Interest - zum dritten Mal in Folge bergauf. Dieser kletterte auf Wochensicht von 428.912 auf 445.290 Kontrakte (+3,8 Prozent). Zur Erinnerung: Zum Jahreswechsel wurde ein Wert von lediglich 401.880 Futures gemeldet.



Noch beeindruckender entwickelte sich in den vergangenen acht Wochen jedoch die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten. Sie hat sich seither von 15.335 auf 163.149 Kontrakte mehr als verzehnfacht und war für die diesjährige Kursrally des Goldpreises in Höhe von über 15 Prozent hauptverantwortlich. Die Flucht in Gold-Futures war sowohl unter großen als auch unter kleinen Spekulanten zu beobachten, wenngleich mengenmäßig natürlich bei den Großspekulanten erheblich mehr bewegt wurde.


Eine regelrechte Massenflucht gab es in diesem Jahr unter den Großspekulanten zu beobachten. Sie haben nämlich ihre Netto-Long-Position seit Ende Dezember von 19.102 auf 144.978 Futures (+659 Prozent) nach oben gefahren. Die Kleinspekulanten sind innerhalb dieses Zeitraums vom "Bärenlager" ins "Bullenlager" gewechselt. Aus einer Netto-Short-Position (pessimistische Markterwartung) von 3.767 Futures - das heißt, dass mehr Gold-Futures verkauft (short) als gekauft (long) wurden - wurde eine Netto-Long-Position von 18.171 Futures.

Einen Aspekt sollten Anleger beim Beobachten von Futures auf Gold niemals vergessen: Weil sie in erster Linie aus Zahlungs- und Lieferversprechen bestehen, sollte wirksamer Krisenschutz in erster Linie über Goldmünzen bzw. Goldbarren bewerkstelligt werden. Grund: An der Commodity Exchange, dem Handelsplatz für Gold-Futures, stehen die offenen Gold-Kontrakte für 4,45 Millionen Feinunzen Gold, während diesem Open Interest derzeit lediglich registrierte Goldbestände von etwas mehr als 270.000 Feinunzen gegenüberstehen. Das heißt: Im extremen Krisenfall kann die Rechnung gar nicht aufgehen - irgendjemand wird diese Missverhältnis bezahlen müssen.

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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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