Ölpreise steigen trotz Italien-Referendum weiter - Brent über 55 Dollar

Ölpreise steigen trotz Italien-Referendum weiter - Brent über 55 Dollar
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05.12.2016 12:54:41

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Ölmarkt haben das gescheiterte Italien-Referendum und der angekündigte Rücktritt des italienischen Regierungschefs Matteo Renzi den Höhenflug der Ölpreise am Montag nicht bremsen können. Die Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine konkrete Kürzung der Fördermenge sorge weiter für Auftrieb, hieß es aus dem Handel. Der Preis für Nordsee-Öl stieg erstmals seit dem Sommer 2015 wieder über die Marke von 55 US-Dollar.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Mittag 55,13 US-Dollar. Das waren 67 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar stieg um 51 Cent auf 52,19 Dollar.

Neben dem Italien-Referendum hätten auch jüngste Daten zur Entwicklung der Bohrlöcher in den USA die Ölpreise nicht bremsen können, hieß es weiter. Am Freitag hatte der Ölausrüster Baker Hughes mitgeteilt, dass die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA die fünfte Woche in Folge gestiegen ist. Laut Baker Huges sind damit 477 Bohrlöcher in den USA in Betrieb und damit so viele wie seit Beginn des Jahres nicht mehr.

"Der Anstieg der Ölpreise seit letzter Woche wurde maßgeblich durch die beschlossene Produktionskürzung der Opec um 1,2 Millionen Barrel pro Tag ab dem 1. Januar 2017 ausgelöst", hieß es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Durch die Kürzung dürfte der Ölmarkt im ersten Halbjahr 2017 nicht mehr überversorgt sein, sondern sogar ein Defizit aufweisen./jkr/jsl/stb

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