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Apple-Aktie: 230 Milliarden Dollar sind weg - wie geht es weiter?

Apple-Aktie: 230 Milliarden Dollar sind weg - wie geht es weiter?

WKN: 865985 ISIN: US0378331005 Apple Inc.

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02.12.2016 - 18:58
21.01.2016 07:27:30

Bei Apple ist alles immer etwas größer: Dies gilt nicht nur für die beeindruckenden Umsatz- und Gewinnzahlen, die der Konzern in der Vergangenheit lieferte, sondern auch bei schlechten Nachrichten. In den vergangenen vier Wochen sank der Börsenwert von 650 auf 550 Milliarden Dollar. Die Differenz entspricht ungefähr der Marktkapitalisierung von Daimler, Commerzbank und Infineon. Ob die Apple-Zahlen in einer Woche die Wende bringen, muss bezweifelt werden. Von Franz-Georg Wenner

Rund 28 Prozent verlor die Apple-Aktie ausgehend vom bisherigen Allzeithoch, umgerechnet 230 Mrd. Dollar an Wert sind verbrannt. Der Dow Jones, in dem Apple seit März 2015 geführt wird, büßte hingegen seit dem Top nur um 12 Prozent ein. Schwere Zeiten für Apple-Aktionäre, die Papiere notieren bereits seit Sommer vergangenen Jahres wieder deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie, der langfristige Durchschnitt fällt seit wenigen Monaten. Damit droht der Aktie ähnlich wie zuletzt 2013 erneut eine empfindliche Korrektur. Damals verlor das Indexschwergewicht ausgehend vom 2012er-Hoch um 45 Prozent.

Vor allem Sorgen um eine schwächere iPhone-Nachfrage belasten die Stimmung. Der konservative Ausblick mit einem Umsatzwachstum im wichtigen Weihnachtsquartal von nur 2,5 Prozent ist neu für die erfolgsverwöhnten Aktionäre. "Das Halbleiter-Geschäft war schwach, und die Smartphone-Industrie ist in eine Phase niedrigerer Gewinne eingetreten", sagte Analyst Jin Sung-Hye von der KTB-Bank zuletzt zur Bilanz des Konkurrenten Samsung. Die Wirtschaftsabkühlung in Asien schlägt bereits spürbar auf die Nachfrage nach Smartphones und Tablets durch, vor allem bei den Produkten im Hochpreissegment.

Bisher steht das iPhone für rund ein Drittel der Umsätze bei Apple, entsprechend stark schlägt eine schwächere Nachfrage auf die gesamte Bilanz durch. Zudem drängen immer stärker chinesische Konkurrenten mit günstigeren Modellen auf den Markt, was die Gewinnmargen belastet. Rund ein Viertel des Konzernumsatzes erzielen die Amerikaner in China. Zuletzt meldeten die Apple-Lieferanten Cirrus Logic und Qorvo für das abgelaufenen Quartal enttäuschende Umsätze. Wegen geringer Nachfrage reduziert Apple angeblich bereits die Produktion, von Januar bis März sollen von den neuesten iPhone-Modellen 30 Prozent weniger hergestellt werden. In anderen Geschäftsfeldern läuft es hingegen besser. So hat Apple bei seinem Musik-Streaming-Dienst Apple Music nach Informationen der "Financial Times" nach einem halben Jahr die Marke von zehn Millionen Abonnenten geknackt. Entscheidend bleiben aber die Verkäufe des Smartphones. Erst im Herbst dürfte wohl das mit Spannung erwartete iPhone 7 präsentiert werden.

Auf Seite 2: KGV durchaus attraktiv



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Bildquelle: Thomas Schmidtutz, Franz-Georg Wenner

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