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Bayer-Aktie: Geld für die Milliardenübernahme

Bayer-Aktie: Geld für die Milliardenübernahme

WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Bayer

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11.12.2017 - 18:26
03.10.2017 07:15:00

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hat sich der Bayer-Konzern von Anteilen seiner Kunststofftochter Covestro getrennt. Dieses Mal wurden 19 Millionen Covestro-Papiere zu je 63,25 Euro an institutionelle Investoren losgeschlagen. Von Christian Scheid

Der Bayer-Anteil an Covestro sank damit auf 31,5 Prozent. Der Schritt kommt nicht sonderlich überraschend: Bayer hatte bereits frühzeitig angekündigt, sich mittelfristig vollständig von seinen Covestro-Anteilen trennen zu wollen. Erst vor drei Monaten hatte der Konzern auf die gleiche Weise 17,25 Millionen Aktien zu je 62,25 Euro an den Mann gebracht.

Bayer kann das Geld gut gebrauchen. Denn der Agrar- und Pharmakonzern muss die 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto stemmen. Bayer setzt darauf, für das Vorhaben eine Genehmigung von den Kartellbehörden zu bekommen. In Europa prüft die EU-Kommission die Fu-sion aufgrund der Größe und des Umfangs derzeit intensiv und will bis spätestens 8. Januar 2018 ein Ergebnis vorlegen. Um deren Auflagen zu erfüllen, muss sich -Bayer aber noch von Firmenteilen trennen. Eine Entscheidung darüber will das Management im vierten Quartal fällen.

Sobald Bayer die Freigabe der Behörden bekommt, rückt das Thema Finanzierung auf die Tagesordnung. Früheren Aussagen zufolge sieht der Konzern den Eigenkapitalanteil bei dem geplanten Deal bei einem Viertel der Kaufsumme - das wären 16,5 Milliarden Dollar. Sollte die Kapitalerhöhung dieses Niveau tatsächlich erreichen, wäre es die größte, die es jemals in Deutschland gab. Entsprechend verwundert es nicht, dass die Marktteilnehmer gegenüber der Bayer-Aktie in eine abwartende Haltung übergegangen sind. Seit dem im Juni markierten Jahreshoch hat der DAX-Titel in der Spitze mehr als 16 Prozent verloren.

Keine Kurssprünge in Sicht



Aufgrund der bevorstehenden Kapitalerhöhung sind auf absehbare Zeit auch keine großen Kurssprünge der DAX-Aktie zu erwarten - ein ideales Szenario für einen Discount-Put-Optionsschein von BNP Paribas. Das Papier generiert im März 2018 einen Ertrag von 9,6 Prozent, wenn die Bayer-Aktie dann bei 125 Euro oder darunter notiert. Somit eignet sich der Schein für Anleger, die einen Sprung auf ein neues Allzeithoch ausschließen.

Frei von Risiken ist das Zertifikat freilich nicht. Sollte die Aktie nämlich wider Erwarten stark steigen und am Ende bei 130 Euro oder mehr notieren, verfällt der Discount-Put wertlos. Aufgrund dieses Risikos sollten Anleger nur wenig Kapital einsetzen.



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Bildquelle: Bayer AG, BO

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