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Deutsche Börse-Aktie: Attraktive Chance bei Seitwärtstrend

Deutsche Börse-Aktie: Attraktive Chance bei Seitwärtstrend
23.12.2015 07:33:00

Der deutsche Aktienmarkt lief 2015 recht gut - das Papier der Deutschen Börse noch besser. Wer nun etwas defensiver agieren möchte, sollte statt eines Direktinvestments lieber auf ein Capped-Bonus-Zertifikat setzen. Puffer und Bonus fallen derzeit relativ üppig aus. Von Jörg Bernhard




Unter sämtlichen DAX-Werten gehört die Aktie der Deutschen Börse mit einer positiven Jahresperformance von bislang rund 35 Prozent zu den vier stärksten Aktien - hinter Adidas (+54,5 Prozent), Infineon (+53,2 Prozent) und Fresenius SE (+50,3 Prozent). Die Ende Oktober vorgelegten Neunmonatszahlen des Finanzdienstleisters fielen positiv aus und waren von einem Konzernumsatzwachstum von 20 Prozent auf 594,4 Millionen Euro gekennzeichnet. Der Gewinn pro Aktie legte mit plus 21 Prozent auf 1,03 Euro sogar einen Tick stärker zu. Börsianer und Analysten waren mit dem vorgelegten Zahlenwerk allerdings nicht ganz zufrieden und hatten angesichts des nachfolgenden Absackers offensichtlich mehr erwartet.



Für das Gesamtjahr erwarten die Frankfurter, dass die Nettoerlöse am oberen Ende der Prognosebandbreite von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro liegen werden. Auch das um Sondereffekte bereinigte EBIT soll das obere Ende der Spanne zwischen 975 bis 1,175 Milliarden Euro erreichen. Leider wurden auch die Erwartungen für die operativen Kosten vor Sondereffekten nach oben angepasst. Nachdem die Deutsche Börse bislang von rund 1,23 Milliarden Euro ausgegangen war, sollen sich diese nun auf rund 1,245 Milliarden Euro erhöhen. Insgesamt rechnen die Analysten für die kommenden Jahre dennoch mit weiter steigenden Unternehmensgewinnen und Dividenden.


Beim Ergebnis pro Aktie prognostizieren die Aktienexperten für 2015 einen Wert von 4,15 Euro, der sich im kommenden Jahr auf 4,69 Euro und 2017 sogar auf 5,22 Euro erhöhen soll. Bei der Dividende wird mit einem Anstieg von 2,19 Euro auf 2,46 Euro (2017) gerechnet. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses entspräche dies einer Dividendenrendite von über drei Prozent, was den Finanzwert nach unten absichern sollte. Damit diese Prognosen erfüllt werden, muss der deutsche Aktienmarkt allerdings mitspielen. Ein Einbruch oder gar ein Crash wäre natürlich extrem kontraproduktiv.

Aus charttechnischer Sicht ist bei der Deutsche-Börse-Aktie der seit 2012 zu beobachtende Aufwärtstrend weiterhin intakt. Dessen Aufwärtsdynamik hat allerdings spürbar nachgelassen und scheint seit dem Sommer in eine Seitwärtsbewegung übergegangen zu sein. Dies lässt sich an den mittel- wie langfristigen Durchschnittslinien sehr gut ablesen. Während die 100-Tage-Linie bereits nach unten gedreht hat, tendierte die 200-Tage-Linie mittlerweile zur Seite. Derzeit befindet sich der DAX-Wert auf Tuchfühlung mit der bei 78 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie. Ein nachhaltiges Verletzen dieses Indikators würde das charttechnische Stimmungsbild spürbar eintrüben.

Zwischen 70 und 75 Euro kann man diverse Unterstützungszonen ausmachen. Charttechnische Widerstände treten hingegen im Bereich von 80 Euro und oberhalb von 85 Euro auf. Ein großes charttechnisches Problem würde sich allerdings ergeben, wenn der langfristige Aufwärtstrend gebrochen wird. Dies wäre bei Kursen unterhalb von 55 Euro der Fall und käme einem Trendwechselsignal gleich.

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Bildquelle: Reuters

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