Schauen wir uns heute und morgen einmal nach Inlinern um, die im August auslaufen. Allein die SocGen hat fast 400 solcher Papiere im Angebot und hinzu kommen etwa 190, 80 und 70 der Konkurrenten Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Commerzbank. Möchte man zumindest das Potenzial auf einen Verdoppler haben, sind von diesen Papieren noch insgesamt etwa 175 interessant. Basiswerte sind der DAX, Edelmetalle, Öl-Futures und verschiedene Devisen. Für heute soll es ein Schein auf den Euro zum japanischen Yen sein.

Seit ziemlich genau einem Jahr neigt der Euro gegenüber Japans Währung ohne großes Aufbäumen zur Schwäche was sich jüngst in einem Drei-Jahres-Tief manifestierte. Es sollte daher ratsam sein, bei der Inliner-Wahl auf eine engere obere Schwelle zu achten. Das ist bei dem ausgesuchten Schein gegeben, der sich auf Sicht von zwei Monaten nahezu verfünffachen kann.

Die Schwellen 117,00 und 125,00 Yen sind bis zum 5. August scharf geschaltet. Sollte es mit dem Euro erstmals seit April 2013 unter die 120er-Marke gehen, dann bietet das einen Monat zuvor ausgebildete markante Zwischentief 118,75 Yen einen entscheidenden Schutz für die untere Schwelle. Die obere wird dagegen insbesondere im Bereich von 124 Yen durch das Zwei-Wochen-Hoch und einem viermonatigen Abwärtstrend abgesichert. Wegen Overnight-Risiken sollte man nur das einsetzen, was man auch bereit ist zu verlieren. Frühere Gewinnmitnahmen werden bei einem knappen Verdreifacher auf 6 Euro angestrebt.



Name EUR/JPY-Inliner
WKN DL4X0Z
Aktueller Kurs 1,88 € / 2,13 €
Laufzeit 05.08.16
Schwellen 117,00 Yen / 125,00 Yen
Stoppkurs 1,00 €
Zielkurs 6,00 €

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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