Weiterhin sehr gut geeignet für Inliner-Spekulationen scheint der Euro zum US-Dollar zu sein, zumal jetzt auch die September-Fed-Sitzung Geschichte ist. Zwar wirft irgendwie jetzt schon der nächste Fed-Termin in der letzten Woche seine Schatten voraus. Die charttechnische Konstellation im EUR/USD bleibt aber kontrollierbar.

Die Situation wird von zwei Haupttrends dominiert. So wurde der vom 2014er-Hoch ausgehende Abwärtstrend mit der Aufwärtswelle von Ende August exakt bestätigt. Die Trendlinie sorgt aktuell um 1,158 Dollar für Widerstand. Schon länger nicht mehr getestet wurde dagegen der ohnehin moderate, durch Tiefs von März und Aptil definierte Aufwärtstrend. Diese Trendgerade verläuft um 1,084 Dollar und damit bereits oberhalb der im Ende Mai/Mitte Juli etablierten horizontalen Unterstützung.

Da der Euro aktuell aber ohnehin über sämtlichen Gleitenden Durchschnitten der letzten 38, 55 und 200 Börsentage (entsprechende Unterstützung um 1,112/1,121 Dollar) gehandelt wird, richten sich die Blicke tendenziell nach oben und bei der Auswahl eines passenden Inliners sollte die obere Schwelle zumindest etwas weiter entfernt sein als die untere.

Der ausgewählte Schein wird sich mehr als verdoppeln, wenn der Euro bis zum 16. Dezember zwischen 1,08 und 1,19 Dollar bleibt. Die Spekulationsstrategie könnte so aussehen, dass auf frühere Gewinnmitnahmen bei 8,00 Euro abgezielt wird (plus 72 Prozent) und der Stopp bei zunächst 1,50 Euro gesetzt wird, der dann wöchentlich um 15 Cent angehoben wird.



Name: EUR/USD-Inliner

WKN: CN34NV

Aktueller Kurs: 4,39 € / 4,64 €

Schwellen: 1,08 $ / 1,19 $

Laufzeit: 16.12.15

Stoppkurs: 1,50 €

Anpassung Stoppkurs: +0,15 € / wöchentlich

Zielkurs: 8,00 €



Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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