Ölpreise brechen erneut ein - Brent unter 32 Dollar

Ölpreise brechen erneut ein - Brent unter 32 Dollar
11.01.2016 17:37:00

Frankfurt (Reuters) - Der Verfall der Ölpreise hat sich am Montag beschleunigt.

Das an den Märkten richtungsweisende Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 5,4 Prozent auf 31,73 Dollar je Barrel (159 Liter) und notierte damit so niedrig wie zuletzt am 7. April 2004. US-Leichtöl der Sorte WTI brach um 4,9 Prozent auf 31,55 Dollar ein - das war der niedrigste Stand seit dem 24. Dezember 2003.

"China hat den Anlegern alle Hoffnung genommen, dass sich über die Nachfrage der Preis erholen könnte", sagte ein Händler. Die Talfahrt der Börsen in China sowie die Währungspolitik der Zentralbank hält die Anleger seit Jahresbeginn auf Trab. Viele fürchten, dass es um die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft schlechter bestellt sein könnte als gedacht. Nach Goldman Sachs halten auch die Analysten von Morgan Stanley Ölpreise von weniger als 30 Dollar für möglich. Goldman Sachs hatte vor kurzem einen WTI-Preis von 20 Dollar prognostiziert.

Seit Sommer 2014, als Brent noch über 100 Dollar kostete, sind die Ölpreise auf Talfahrt. Als Hauptgrund gilt das durch den Schieferölboom in den USA ausgelöste Überangebot. Anders als in früheren Jahren haben die Opec-Staaten nicht mit Förderkürzungen reagiert, um den Preis zu stützen. Im Gegenteil: Sie pumpen ebenfalls mehr Öl, um so ihre Marktanteile zu verteidigen. Der Streit zwischen den beiden Kartellmitgliedern Saudi-Arabien und Iran hatte zuletzt die Preise zusätzlich belastet, da er ein gemeinsames Eingreifen der Förderländer unwahrscheinlicher macht.

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