Porsche Automobil vz Aktie [WKN DE: PAH003 / ISIN: DE000PAH0038]

15.01.2016 07:32:00

Investment des Tages

Porsche-Aktie: Die Wette für 2016


Das Schicksal von Porsche ist in hohem Maße vom Wohl und Wehe des skandalträchtigen Autobauers Volkswagen abhängig. Die Porsche-Aktie reagierte 2015 aber weniger heftig auf die Vorkommnisse, und diverse Bonus-Zertifikate bieten derzeit attraktive Kennzahlen. Von Jörg Bernhard




Porsche misslang 2009 der Versuch, Volkswagen zu übernehmen. Der schwäbische Sportwagenhersteller brach unter seiner hohen Schuldenlast fast zusammen und musste deshalb seine Produktion an VW abtreten. Als Beteiligungsgesellschaft hält die Porsche SE heute die Mehrheit an VW. Seit Ende Oktober läuft in Stuttgart ein Prozess gegen die beiden Ex-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter, denen im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme Marktmanipulation vorgeworfen wird. Derzeit stehen die Chancen jedoch nicht schlecht, dass die Staatsanwaltschaft mit ihrer Anklage scheitert, was sich positiv auf den Aktienkurs von Porsche positiv auswirken sollte.

Derzeit sind 52,2 Prozent der VW-Stammaktien im Besitz von Porsche SE. Der Gesamtanteil am gezeichneten Kapital der Volkswagen AG beläuft sich auf 30,8 Prozent. Von Januar bis September 2015 verbuchte Porsche aufgrund des VW-Dieselskandals gegenüber 2014 einen Rückgang des Konzernergebnisses von 2,5 Milliarden auf 1,19 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte das Porsche-Management mehrmals seinen Ausblick aktualisiert. Ende Oktober wurde die Prognose für den Konzerngewinn um zwei Milliarden Euro auf 0,8 bis 1,8 Milliarden Euro gesenkt. Daran hat sich bislang nichts geändert. Für Mitte März kündigte das Unternehmen seine Bilanzpressekonferenz und eine Analystenkonferenz an. Dann könnte es wieder spannend werden.

Aufsichtsratsmitglied Ferdinand Oliver Porsche scheint von den positiven Perspektiven der Porsche-Aktie besonders überzeugt zu sein. Er kaufte nämlich im November trotz der aktuellen Unsicherheiten 2.094 Porsche-Aktien mit einem Transaktionsvolumen von über 100.000 Euro. Summa summarum kauften Unternehmensinsider im Jahr 2015 fast 78.000 Porsche-Aktien im Gegenwert von mehr als 5,8 Millionen Euro, während auf der Verkäuferseite lediglich 5.446 Titel im Wert von cirka 346.000 Euro zu Buche schlugen. So richtig Sorgen scheint man sich im Porsche-Management offensichtlich nicht zu

Aus charttechnischer Sicht kann man der Porsche-Aktie starke Parallelen zur VW-Aktie attestieren. Gegenüber ihrem im April markierten Siebenjahreshoch von 94 Euro hat sie sich mittlerweile halbiert. Die mittelfristige 100-Tage-Linie sowie die langfristige 200-Tage-Linie befinden sich in einem steilen Abwärtstrend und machen derzeit keine Anstalten, einen Trendwechsel nach oben zu vollziehen. Wichtige Unterstützungszonen verlaufen im Bereich von 40 Euro und bei 30 Euro. Vor allem letztere darf auf keinen Fall getestet werden, da hier die Barriere des nachfolgend aufgeführten Capped-Bonus-Zertifikats angesiedelt ist.

Auf Seite 2: So sehen die Konditionen und Kennzahlen aus

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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