Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent Crude tendiert seit rund sieben Monaten seitwärts. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Konjunktursorgen notiert der Rohstoff damit erstaunlich stabil. Anfang August verbuchte das Öl im Zuge der Marktverwerfungen zwar ebenfalls starke Kursrückgänge, konnte diese jedoch schnell wieder aufholen. Aus charttechnischer Sicht ist aktuell ein weiterer Anstieg allerdings eher unwahrscheinlich.
Im Bereich von 114 US-Dollar besteht ein charttechnischer Widerstand, der gleichzeitig die Oberkante der bestehenden Seitwärtsrange darstellt. Die Unterkante des Seitwärtskanals wird dagegen hauptsächlich durch die Unterstützung bei knapp 100 Dollar präsentiert. Zwar wurde diese Unterstützung intraday bereits einige Male unterschritten, zum Tagesschlusskurs notierte das Rohöl jedoch immer oberhalb der wichtigen Chartlinie.
Zusätzlich hat sich in den vergangenen Monaten eine leicht abwärtsgerichtete Widerstandslinie ausgebildet, die aktuell bei 113 Dollar verläuft. Am heutigen Handelstag lief das Rohöl von unten exakt an diese Linie heran und prallte zunächst wieder nach Süden ab. Aus charttechnischer Sicht ist ein kurzfristiger Rücksetzter des Rohöls wahrscheinlich, schließlich ist das „schwarze Gold“ bereits mehrere Male im aktuellen Kursbereich gescheitert. Die beiden Widerstandslinien könnten zumindest in der kurzfristigen Zeitebene für Verkaufsdruck sorgen.
Anleger, die auf einen kurzfristigen Rücksetzter im Rohöl setzten wollen, können dies über einen Put-Optionsschein in ihrem Depot umsetzten. Allerdings sollte bei 116 US-Dollar im Basiswert aus Gründen der Risikobegrenzung unbedingt ein Stopp-Kurs gesetzt werden.
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