Und da das Reich der
Mitte der weltgrößte Metallverbraucher ist,
schob das die Preise für Industriemetalle
an. Denn nun rechnen Anleger nicht mit
einer harten Landung der chinesischen
Wirtschaft. Außerdem erwarten viele
Marktbeobachter eine lockere Geldpolitik
der chinesischen Notenbank, um damit die
schwächelnde Konjunktur anzukurbeln.
„Es dürfte zwar zu einer kurzfristigen Nachfrageschwäche
durch das chinesische Neujahrsfest
kommen, aber wir erwarten kein
Hard Landing in China“, meint beispielsweise
Ralf Müller-Rehbehn von VCH Vermögensverwaltung.
Seiner Ansicht nach
treten nun die Angebotsrisiken, ausgelöst
durch Streiks oder Abgabenerhöhungen,
in den Vordergrund.
Zu Angebotsrisiken beim Öl dürfte
auch die Entscheidung der EU für das Embargo
gegen den Iran führen, so die Experten
der
Commerzbank. Zwar bestehen noch
freie Kapazitäten, doch steigt traditionell
der Preis, wenn diese schrumpfen. Wegen
ien der politischen Anspannung im Nahen
Osten hat „der aktuelle Preis eine Unsicherheitsprämie“,
erklärt Klaus Schrüfer von
der Santander Bank.
Nachdem die Schuldenkrise der Euro-
Zone etwas in den Hintergrund gerückt ist,
könnte der Preisanstieg beim Gold seit
Ende Dezember leicht gebremst werden.
Zumal „die Erhöhung der Importsteuer auf
Edelmetalle im wichtigsten Goldabnehmerland
Indien die Nachfrage etwas bremsen
dürfte“, sagt Frank Schallenberger von der
Landesbank Baden-Württemberg. Jedoch
dürfte diese höhere Importsteuer den Trend
nur zeitweise unterbrechen. Hohe Produktionskosten
und negative Realzinsen sprechen
für Gold. Die befragten Experten erwarten
in zwölf Monaten einen Goldpreis
von 1933 Dollar je Feinunze.
Trotz kurzfristiger Schwankungen
gehen die befragten Experten mittelfristig
von weiter steigenden Notierungen aus:
„Die Nachfrage nach Rohstoffen dürfte im
weiteren Jahresverlauf wieder zunehmen“,
glaubt Schrüfer. Jedoch haben zahlreiche
Analysten ihre Zielpreise gesenkt.
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