Gold wird möglicherweise Anfang kommenden Jahres die Marke von 2.000 Dollar je Unze hinter sich lassen. Immer mehr Notenbanken aus Schwellenländern diversifizieren ihre Reserven vom Dollar weg und bauen Positionen in dem Edelmetall auf. Zu diesem Schluss kommt der Marktbeobachter Mine Life Pty. aus Sydney.
“Ich erwarte, dass internationale Notenbanken ihre Goldkäufe sicherlich fortsetzen, vor allem in Volkswirtschaften der Schwellenländer, wo die Devisenreserven zunehmen”, sagte Gavin Wendt, Gründer und Senior-Analyst bei Mine Life. Es sei die sicherste Alternative für die Notenbanken, merkt Wendt an.
Am Kassamarkt haben die Goldnotierungen seit dem Hoch am 6. September bei 1.921,15 Dollar je Unze rund 13 Prozent nachgegeben. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall immer noch rund 18 Prozent zugelegt. Damit zeichnete sich für Gold das elfte Jahr mit Kursgewinnen in Folge ab. Am Freitag notierte die Unze Feingold am Kassamarkt bei 1.675,15 Dollar je Unze.
Daten vom World Gold Council zeigen, dass die Käufe von Notenbanken und Regierungseinrichtungen im ersten Halbjahr 2011 192,3 Tonnen erreichten. Gold hat einen Anteil an den Reserven der US-Notenbank von 75,4 Prozent, im Fall der Bundesbank in Frankfurt liegt der Anteil bei 72,7 Prozent. Die Quote liegt bei Chinas Notenbank bei 1,6 Prozent, bei Russlands Notenbank bei 8,2 Prozent, zeigen Daten vom World Gold Council weiter.
Nach Angaben vom Internationalen Währungsfonds haben Thailand, Bolivien und Tadschikistan ihre Goldbestände im August aufgestockt. “Die Regierungen in Regionen, darunter Asien und Lateinamerika klammern sich rasch an Gold als Sicherheit. Der Wert des Dollar als Devisenreserve ist im letzten Jahrzehnt dramatisch gefallen”, sagt Wendt. Für 2013 sieht der Analyst den Goldpreis auf 2.500 Dollar je Unze klettern.

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