Abgeltungssteuer

Indexfonds (ETFs) Steuersparen unter Dächern


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Dachfonds gelten als gute Möglichkeit, um Abgeltungssteuer zu sparen. Setzen diese vor allem auf Indexfonds, sollten sie besonders kostengünstig sein. Doch kommt das beim Kunden an?


Dachfonds haben nicht gerade einen guten Ruf. Zu teuer und zu renditeschwach, lautete ein gängiges Urteil. In der Tat muss der Kunde bei diesen Produkten, bei denen ein Fonds in Fonds investiert, doppelt zahlen: Einmalige Ausgabeaufschläge beim Kauf und jährliche Managementgebühren für die Dachfonds ebenso wie für die Fonds im Depot. Da können schnell drei Prozent Belastung und mehr pro Jahr zusammenkommen. Da muss der Fonds schon eine ordentliche Rendite erwirtschaften, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.

Doch mit der Abgeltungssteuer vor der Tür erhalten Dachfonds einen kräftigen Schub. Für sämtliche Arten von Fonds gilt nämlich die sogenannte Altfallregelung. Wer einen Fonds vor dem Stichtag 1. Januar 2009 kauft, kann ihn nach einem Jahr Haltedauer auch später noch verkaufen, ohne Abgeltungssteuer auf die Kursgewinne zu entrichten. Die Strategie ist darum klar: Kaufen und möglichst lange Liegenlassen. Doch da gibt es einen Haken: die Märkte. Sie können bekanntlich heftig schwanken. Immerhin hat der DAX in der Baisse zwischen 2000 und 2003 mehr als 70 Prozent verloren. Auch viele Fonds mussten kräftig Federn lassen. Wer einfach nur auf eine Buy-and-Hold-Strategie setzt, um Steuer zu sparen, könnte sein blaues Wunder erleben. Verluste sind möglich, die viel höher sind als die Steuerersparnis.

Da bieten sich Dachfonds an. Dessen Manager sollten ja gerade durch geschicktes Kaufen und Verkaufen, die Chancen der Märkte aktiv nutzen und die Risiken minimieren. Nutzen Sie dafür statt aktiv gemanagter Fonds vor allem börsengehandelten Indexfonds,also ETFs, können sie das deutlich kostengünstiger tun.

Deshalb sind Dachfonds, die in ETFS investieren eine interessante Möglichkeit, um die möglichen Schwankungen der Märkte durchzustehen und doch kostengünstig zu investieren – vorausgesetzt, die Kostenersparnis kommt auch beim Kunden an.


 

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