Seit neun Jahren gibt es die staatliche Steuererklärungssoftware ELSTER. Mit ihrer Hilfe kann die Steuererklärung völlig digital vonstatten gehen. Auch die anfänglichen Probleme sind weitgehend ausgemerzt.
1999 ging die erste Version der elektronischen Steuererklärung ELSTER online. Im ersten Jahr deklarierten gerade einmal 27.000 Bundesbürger ihre Einkommen elektronisch. Acht Jahre später ist diese Zahl bereits auf mehr als 5,5 Millionen gestiegen. 2008 werden es wahrscheinlich noch mehr sein. Vor allem Unternehmen schicken ihre Daten übers Netz. In der Sache wird die Steuererklärung zwar nicht leichter, dafür aber komfortabler, und die Papierflut wird ein bisschen überschaubarer. Die Voraussetzung dafür ist ein internetfähiger Computer und ein DSL-Anschluss, langsamer sollte die Verbindung nicht sein, heißt es bei den Machern von ELSTER.
Aus technischer Sicht funktioniert die elektronische Steuererklärung folgendermaßen: Die Daten werden vom heimischen Computer digital verschlüsselt und an eine Clearingstelle gesendet. Von dort gelangen die Informationen zu einem der 16 bundesweiten Steuerrechenzentren und schließlich an das zuständige Finanzamt.
Auf der Internetseite
www.elster.de
kann die Software heruntergeladen werden. Mit dem Programm ELSTER Formular kann die komplette Steuererklärung abgewickelt werden. Auf der Seite gibt es aber auch Informationen zu anderen Steuerhilfs-Programmen, die ELSTER unterstützen. Hierbei spielt ELSTER die Rolle des Übermittlers, in dem sie die Daten vereinheitlicht, damit sie in der Clearingstelle schnell und sicher ausgelesen werden können. Über die Software ELSTER Online können Anwender, nachdem sie sich angemeldet haben, mit ihrer Finanzbehörde kommunizieren können. Diese Plattform dient etwa der Umsatzsteuer-Voranmeldung.
Die Benutzerfreundlichkeit ist noch nicht optimal
Man sollte jedoch nicht auf den Gedanken kommen, mit der kostenlosen Software ELSTER Formular würde sich die Steuererklärung quasi wie von selbst erledigen. „Das ist allerdings eher etwas für diejenigen, die schon ein wenig Erfahrung beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung haben“, sagt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Mit einer kostenpflichtigen Steuersoftware, die auch noch Tipps gibt und auf neueste Rechtsprechung hinweist, fahre man unterm Strich besser, erklärt Käding.
Von großen Klagen über die Online-Erklärung kann die Expertin der größten deutschen Steuerzahlervereinigung nicht berichten. Beim Aufbau der Seite elster.de sieht sie Verbesserungsbedarf. „Man muss sich zu lange durchklicken, bis man schließlich zum Download kommt.“ Gerade ältere Menschen täten sich dabei oft schwer.
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