Die Diskussion um gute und schlechte Berater hat Finanzvermittlern wie
AWD,
MLP und DVAG einigen Aufwind verschafft. Die Kunden wenden sich auch bei Lebensversicherungen von Banken ab. Verbraucherschützer warnen vor den unabhängigen Vermittlern.
Für Niels Nauhauser ist der Fall klar. „Die Finanzvermittler wuchern gerne mit dem Pfund der Unabhängigkeit“, sagt der Finanzexperte von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Das Problem sei, dass diese Vertriebe auf Provisionsbasis arbeiteten, was die Qualität der Beratung beeinträchtigen kann. „Die Kunden haben es hier mit motivierten Vermittlern zu tun, die nach Abschlüssen bezahlt werden, mit guter Beratung hat dies allerdings wenig zu tun“, so Nauhauser. Verbraucherschützer wie er machen sich seit einiger Zeit für Honorarberatung, bei der der Kunde für die Beratung und nicht für das Produkt zahlt, stark. Inzwischen bekommen Honorarberater eine immer größere Lobby. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will Honorarberatung fördern und stößt damit auf breite Zustimmung innerhalb der Politik. Das Ministerium will jedoch auch die Finanzkompetenz der Bürger fördern. Das erscheint dringend nötig, denn die Quote derer, die ihre Lebensversicherung bei einer Direktversicherung im Internet ohne Beratung abschließen, ist mit 4,4 Prozent nach 4,9 Prozent in 2007 weiterhin auf niedrigem Niveau.
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