Der beste Zeitpunkt, um mit der Altersvorsorge zu starten, ist sofort. Jeder
hat dabei andere Bedürfnisse, finanzielle Möglichkeiten und Anlageneigungen.
Der BÖRSE ONLINE-Altersvorsorge-Check hilft, das passende Ruhepolster zu
bilden.

Wenn ich erst in Rente bin ... dann werde ich im sonnigen Süden monatelang
Urlaub machen oder endlich den langersehnten Sportwagen erwerben. So sahen
die Ruhestandsträume vieler Bundesbürger in der Vergangenheit aus. Heute
erzeugt der Gedanke an den Lebensabend häufig ein Gefühl des Unbehagens, wie
die Postbankstudie „Altersvorsorge in Deutschland 2007“ in Zusammenarbeit
mit dem Institut für Demoskopie Allensbach bestätigt.
Dabei ist die Einsicht, dass die Altersabsicherung besonderer
Anstrengungen bedarf, bei den Erwerbstätigen hier zu Lande inzwischen
angekommen. „Die Bevölkerung weiß mittlerweile, dass die gesetzliche Rente
nicht reichen wird“, sagt Bernd Katzenstein, Sprecher des Instituts für
Altersvorsorge. Trotzdem sparen viele noch immer nicht genug. Die komplexe
Materie der privaten Altersvorsorge sei für die meisten Verbraucher als
Laien undurchschaubar, meint auch Finanzexperte Niels Nauhauser von der
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: „In unserer unabhängigen Beratung
zeigt sich immer wieder, dass die Menschen nicht wissen, wodurch sich
fondsgebundene Rentenversicherungen, Fondssparpläne und
Riester-Fondssparpläne genau unterscheiden und welche Produkte für ihre
Vorsorgebedürfnisse angemessen sind.“ Diese Unsicherheit hat denkbar
negative Folgen: Im Glauben, man habe noch Zeit und aus Angst, sich für das
falsche Produkt zu entscheiden, schieben viele Vorsorgewillige den
Sparbeginn von Jahr zu Jahr auf – und verringern so ihr mögliches
Alterseinkommen.
Schade eigentlich. Denn gerade ein langer Zeitraum bis zum
dritten Lebensabschnitt hilft enorm beim Vermögensaufbau. „Die Zeit ist ein
Verbündeter“, sagt Tom Friess, Geschäftsführer des VZ VermögensZentrums:
„Wer früh mit dem Vermögensaufbau beginnt, hat einen Mitsparer: den
Zinseszinseffekt.“ Ein vereinfachtes Beispiel zeigt: Wer 30 Jahre lang
monatlich 100 Euro zu sechs Prozent anlegt, kann zu Rentenbeginn 100 000
Euro sein Eigen nennen. Davon kommen nur 36 000 Euro aus dem Geldbeutel des
Anlegers, 64 000 Euro sind Zins- und Zinseszinserträge.
Entscheidend für Vermögenszuwachs ist eine langfristige
Sparstrategie, denn erst dann entfaltet der Zinseszinseffekt seine volle
Wirkung. Wer dagegen später beginnt, Geld zurückzulegen, muss deutlich
größere Anstrengungen unternehmen. So zeigt sich am vorangegangenen
Beispiel: Verkürzt man die Zeit des Vermögensaufbaus auf 20 Jahre, muss der
Vorsorgewillige bereits monatlich mehr als die doppelte Summe aufbringen, um
am Ende des Berufslebens rund 100 000 Euro in der Tasche zu haben.
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