Riester-Fondssparpläne sind beliebt, aber vielfach teuer. Die geförderte private Altersvorsorge könnte lukrativer sein, wenn die Beiträge verstärkt in günstige Indexfonds fließen würden.

Walter Riester, der frühere Bundesarbeitsminister (SPD)
Die Riester-Rente ist ein großer Erfolg; bis Ende des Jahres sollen zehn Millionen Deutsche auf die Zusatzrente sparen. Ein Grund für den Erfolg ist sicherlich, dass diese Form der privaten Altersvorsorge vom Staat großzügig gefördert wird. In besonders günstigen Fällen kann die Förderquote bis zu 90 Prozent betragen. Trotz Riester-Zulagen und Steuererleichterungen ist Riester-Sparen allerdings nicht immer die erste Wahl für die Altersvorsorge. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin. Die Verbraucherschützer stoßen sich vor allem an den hohen Kosten vieler Riester-Produkte und empfehlen Anlegern, die für die private Altersvorsorge mit Aktien sparen wollen, auch besonders günstige Index-Produkte zu berücksichtigen.
Für diese Sparer haben die Verbraucherschützer einmal Riester-Fonds und sehr günstige börsennotierte Indexfonds, so genannte Exchange Traded Funds (ETFs), verglichen. Die Ergebnisse sind erstaunlich; trotz der hohen staatlichen Förderung erzielen Riester-Pläne in den Berechnungen teilweise schlechtere Renditen als nicht geförderte, aber kostengünstig geführte ETFs.
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