Zwei von drei Deutschen, die 2006 einen Riestervertrag abgeschlossen haben, verdienen weniger als 30.000 Euro. Aber auch Gutverdiener können von der staatlichen Förderung profitieren.
Die Mehrzahl der Riester-Verträge, die 2006 abgeschlossen wurden, wird von Menschen bespart die weniger als das Durchschnittseinkommen verdienen. Das berichtet die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der LINKE. Knapp 65 Prozent aller Verträge wurden von Personen abgeschlossen, die 30.000 Euro oder weniger verdient haben. Für die Bundesregierung ist das ein Zeichen, dass die Riester-Rente und die damit verbundene staatliche Förderung auch von Menschen mit geringen Einkommen angenommen wird. Der Durchschnittsverdienst eines Angestellten liegt bei knapp 30.000 Euro.
Die Riester-Rente kann für Geringverdiener wegen der Zulagen besonders lukrativ sein. Die Riester-Förderung erhält, wer die geforderten Mindestbeiträge anspart. Sie sind abhängig vom persönlichen Einkommen und betragen seit diesem Jahr vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens – maximal aber 2100 Euro pro Person. In dieser Summe ist die Grundzulage von 154 Euro bereits enthalten.
Bezieher niedriger Einkommen erzielen so häufig Förderquoten, die über 90 Prozent liegen. „Dieser Personenkreis kann oftmals bereits mit einem Eigensparbeitrag von 5 Euro im Monat eine beachtliche Zusatzrente aufbauen“, stellt die Bundesregierung fest. Das gilt erst recht, wenn sie Kinder haben. Denn seit diesem Jahr gibt es 185 Euro Sonderzulage pro Kind. Für Kinder die 2008 und später geboren werden, beträgt die Zulage 300 Euro.
Diesen Artikel bookmarken bei...