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Abzockgefahr Vorsicht bei Lockangeboten von Onlinebanken

[12:48, 25.11.11]

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Besonders Onlinebanken werben mit attraktiven Zinsen auf Tagesgeld. Doch Sparer sollten sich vor Lockvogelangeboten in Acht nehmen - und die Konditionen genau prüfen.


Die Deutschen stehen nicht zu Unrecht im Ruf, fleißige Sparer zu sein: Einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge legt hierzulande mehr als jeder Zweite (52 Prozent) regelmäßig Geld zurück. Ein Drittel der Deutschen bildet demnach sogar Monat für Monat Rücklagen von mehr als 200 Euro.

Damit die Inflation die Ersparnisse aber nicht auffrisst, sollte man sein Geld rentabel anlegen. Vielen Sparern entgehen gute Zinsen, weil sie ihr Geld einfach auf dem Girokonto oder einem klassischen Sparbuch liegen lassen. Der Bundesbank zufolge steckten im August 728 Mrd. Euro in täglich fälligen Einlagen - bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,9 Prozent. Mit Blick auf Sicherheit, Rendite und Transparenz raten Verbraucherschützer den Sparern zu Tages- und Festgeld sowie Bundeswertpapieren.

Am beweglichsten ist man dabei mit einem Tagesgeldkonto: Diese Einlage bei Banken und Sparkassen ist - wie der Name schon sagt - täglich und damit jederzeit verfügbar und nicht an Laufzeiten gebunden. "Früher sparten die Leute Geld auf dem Sparbuch an, heute nutzen sie dazu das Tagesgeldkonto", erklärt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt.

Tagesgeldkonten gelten als ideal, um Geld zu parken, das man gerade nicht benötigt. Anders als auf den meisten Girokonten gibt es dafür auch Zinsen - und zwar gar nicht so wenig. Denn der Markt für Tagesgeld ist wieder in Schwung gekommen. Die Zeiten für Anleger sind lukrativer geworden: Immer mehr Banken werben mit gestiegenen Zinsen um Kunden. Dabei tun sich insbesondere Direktbanken mit attraktiven Angeboten hervor: Um die 2,7 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld bieten die Onlinebanken.

Dagegen müssen Kunden von Filialbanken sich mit etwa 1,25 Prozent zufriedengeben. Der große Unterschied lässt sich mit der Kostenstruktur der jeweiligen Anbieter erklären, sagt Heike van Laak, Sprecherin der Stiftung Warentest: "Die günstigeren Konditionen können Direktbanken anbieten, weil sie kein kostenintensives Filialnetz brauchen und mit deutlich weniger Personal auskommen."

Doch auch 2,7 Prozent Zinsen mögen manchen Sparern niedrig erscheinen. Schließlich lag die Inflationsrate im Oktober laut Angaben des Statistischen Bundesamts mit 2,5 Prozent nur knapp darunter. Beachten muss man dabei aber, dass Tagesgeld praktisch 100-prozentig sicher ist. Einlagen bis 100.000 Euro sind durch die staatliche Einlagensicherung garantiert, darüber hinaus unterhalten auch die Banken einen entsprechenden Einlagensicherungsfonds. Und wer kein Risiko eingeht, muss eben bei der Rendite Abstriche machen. Die so erkaufte Sicherheit ist gerade in turbulenten Börsenzeiten nicht zu unterschätzen.


 

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