Die Lebensversicherer werden auch
für 2013 die Verzinsung für ihre Kunden
senken. Davon geht die Kölner
Ratingagentur Assekurata aus. „Wir
glauben, dass das Kapitalmarktumfeld
so volatil ist, dass mit einer weiteren
Senkung der laufenden Überschussbeteiligung
zu rechnen ist“, sagte Geschäftsführer
Reiner Will.
Bereits für 2012 haben die Versicherer
die Gewinnbeteiligung für
Kunden auf ein historisches Tief gedrückt.
„Die laufende Verzinsung ist
im Marktschnitt von 4,09 Prozent auf
3,94 Prozent gefallen“, sagte Will.
Diese Verzinsung gewähren die
Versicherer auf den Sparanteil der
Prämien, der im Schnitt rund 80 Prozent
der gezahlten Beiträge beträgt,
aber von Gesellschaft zu Gesellschaft
stark schwanken kann. Der Rest geht
für Vertrieb, Verwaltung und Risikoschutz
drauf. Die Versicherer müssen
die Verzinsung jeden Winter für das
kommende Jahr festlegen.
Die rückläufigen Gutschriften spiegeln
die Kapitalmarktentwicklung wider,
vor allem die niedrigen Kapitalmarktzinsen.
Die Lebensversicherer
sind aufgrund strikter aufsichtsrechtlicher
Vorschriften gezwungen, den
größten Teil ihres Kapitals in festverzinsliche
und als sicher geltende Anlagen
zu investieren. Staatsanleihen
und Bankschuldverschreibungen machen
den größten Teil aus. Die Gesellschaften
haben weniger als drei Prozent
ihrer Kapitalanlagen in Aktien
und profitieren somit wenig von den
aktuell steigenden Kursen.
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