Auf mehr als 15 Prozent stiegen gestern die Anleihen 10-jähriger portugiesischer Anleihen. Das verdeutlicht, wie nahe der Staat einer Pleite steht. Auch wenn 25 der 27 EU-Länder einem strikteren Fiskalpakt zugestimmt haben, sind solche Probleme damit nicht gelöst. Bevor ein EU-Vertrag zum Tragen kommt, dürften einige Länder Referenden abhalten, um endgültig zuzustimmen.
In der Zwischenzeit belastet der Stillstand bei den griechischen Verhandlungen das Börsenklima. Die Situation verschärft sich durch die hohe Arbeitslosigkeit in den beiden Ländern. In Griechenland steht sie bei fast 50 und in Portugal bei rund 30 Prozent. Die heute veröffentlichten Zahlen zur Arbeitslosigkeit in der EU dürften kaum Besserung zeigen.
Neben den Aktienmärkten dürfte auch der Goldpreis unter Druck kommen, da der jüngste Anstieg auf eine kräftige Zunahme der spekulativen Long-Positionen fußt. Sie sind an den US-Terminbörsen in der vergangenen Woche auf das höchste Niveau seit sechs Wochen geklettert. Es besteht die Gefahr weiterer Gewinnmitnahmen, da auch die indische Nachfrage aufgrund der schwachen Währung sehr verhalten ausfällt, wie der indische Bullionverband berichtet. Er geht auch im Februar von einer moderaten Nachfrage aus.
Mutige Anleger, die kurzfristig auf Gewinnmitnahmen beim Goldpreis setzen wollen, können diese Strategie mit einem Knock-out-Bear-Papier umsetzen. Vontobel bietet ein solches Instrument mit einem Hebel von rund 40 an. Dieser Hebel ermöglicht schnell hohe Gewinne, aber auch ein Totalverlust ist möglich. Daher gilt: Kapitaleinsatz gering halten und das Risiko einkalkulieren. Zudem bieten sich Gewinnmitnahmen nach einer Abwärtsbewegung an.
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