Bessere Konjunkturerwartungen stützen den Markt, auch wenn die verfahrene Griechenlandkrise wie ein Damoklesschwert über den Börsen liegt. Die Banken haussieren ebenfalls, obwohl eine Einigung noch nicht in Sicht ist. Kurzfristig dürften daher Gewinnmitnahmen anstehen - so auch bei der
Deutschen Bank.
Die Verhandlungen der europäischen Banken über eine Entschuldung Griechenlands sind zum Machtkampf geworden. Ein Forderungsverzicht ist unabdingbar für weitere Hilfspakete, und die EU-Finanzminister erhöhen den Druck. Der Zins soll unter 3,5 Prozent liegen, damit Griechenland die Schulden abtragen kann. Eine Staatspleite wäre wesentlich teurer für die Banken, heißt es aus Brüssel.
Parallel zu diesen Verhandlungen haben die Aktienkurse deutscher Banken deutlich zugelegt. Besonders interessant ist die Situation bei der
Deutschen Bank. Der Titel ist nach dem kräftigen Kursanstieg bis auf rund 33 Euro nicht mehr günstig bewertet. Außerdem liegt auf diesem Niveau ein charttechnischer Widerstand, so dass die Wahrscheinlichkeit für Gewinnmitnahmen steigt.
Ein Risikofaktor für die heutige Kursentwicklung könnte der ifo-Geschäftsklimaindex sein, nachdem der gestrige Einkaufsmanagerindex hierzulande überraschend gut ausgefallen ist. Allerdings rechnen die meisten Volkswirte bereits mit einem weiteren Ifo-Anstieg, was wiederum negatives Überraschungspotenzial bieten kann.
Mutige Anleger, die kurzfristig auf sinkende Kurse bei der Deutschen Bank-Aktie setzen wollen, können diese Strategie mit einem Knock-out-Bear-Papier umsetzen. Vontobel bietet ein solches Instrument mit einem Hebel von rund zehn an. Dieser Hebel ermöglicht schnell hohe Gewinne, aber auch ein Totalverlust ist möglich. Daher gilt: Kapitaleinsatz gering halten und das Risiko einkalkulieren. Zudem bieten sich Gewinnmitnahmen nach einer Abwärtsbewegung an.
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