Die Entwicklung könnte nicht unterschiedlicher sein: In Europa kämpft die Wirtschaft gegen eine Rezession, während sich in den USA die Ökonomie langsam erholt. Mit der beginnenden US-Berichtssaison liegt der Fokus wieder auf den Unternehmen. Das sollte dem Aktienmarkt helfen.
Wie erwartet bot das gestrige Treffen zwischen Sarkozy und Merkel wenig Handfestes. Die Aktienmärkte gaben zumeist nach. Daran konnte auch der Handel in den USA nicht viel ändern, wo gestern
Alcoa den Startschuss in die Berichtsaison für die Unternehmensergebnisse des vergangenen Quartals abgab.
Alcoa selber fuhr nicht überraschend einen Verlust ein, erklärte aber, dass die Aussichten für das laufende Jahr sich gebessert haben. Nachbörslich bewegte sich die Aktie aber kaum.
Dennoch dürfte sich der Fokus wieder stärker den Unternehmen zuwenden, insbesondere in den USA. Dort sind die Erwartungen für die Gewinne im Vorfeld gesunken. Was das betrifft, erwarten Analysten im S&P 500 ein Wachstum von elf Prozent, nachdem im dritten Quartal ein Zuwachs von 16 Prozent erzielt worden ist. Eine sich allmählich verbessernde US-Wirtschaft könnte daher bei den Unternehmensgewinnen überraschen und dem Markt kurzfristig einen Schub verleihen. Charttechnisch betrachtet hängt der Index direkt an einem Widerstand, dem Mehrmonatshoch bei etwas über 1280 Punkten. Sollte dieser überwunden werden, ist der Weg nach oben erst einmal frei.
Mutige Anleger, die auf eine kurzfristige Fortsetzung des Aufwärtstrends im S&P 500 setzen wollen, können diese Strategie mit einem Knock-out-Bull umsetzen. Die
Deutsche Bank bietet ein solches Papier mit einem Hebel von rund 41 an. Dieser Hebel ermöglicht schnell hohe Gewinne, allerdings ist auch ein Totalverlust möglich. Daher gilt: Kapitaleinsatz gering halten und das Risiko einkalkulieren. Alternativ bieten sich Gewinnmitnahmen nach einer Aufwärtsbewegung an.
Empfehlen