Die negative Tendenz aus Europa und den USA hat sich heute Morgen in Asien fortgesetzt. Nicht nur die Aktienmärkte korrigierten, sondern auch die meisten Rohstoffe, allen voran der Ölpreis. Knapp fünf Prozent in zwei Tagen verlor der WTI-Ölpreis, nachdem der Iran mit der Schließung der wichtigen Handelsstraße von Hormus drohte. Die Situation hat sich derzeit beruhigt, bleibt aber ein Faktor, der für steigende Ölpreise sprechen könnte. Doch die Risikoaversion drückt auch den Ölpreis, da die europäische Schulden- und Bankenkrise um ein weiteres Kapitel reicher ist.
Der hohe Abschlag bei der geplanten Kapitalerhöhung der italienischen
UniCredit ist ein Signal für den gesamten Bankensektor. Der Kapitalbedarf könnte auch andere europäische Banken zu Kapitalerhöhungen zwingen, auch wenn die Finanzierungskosten steigen. Gespannt darf man auf den US-Arbeitsmarktbericht schauen, der eine Erholung bringen könnte, da sich die US-Wirtschaft und damit auch die Beschäftigungssituation auf dem Weg der Besserung befindet. Bis dahin dürften die Märkte unter Druck bleiben, mit den besten Chancen am Ölmarkt. Der Brent-Ölpreis ist charttechnisch an einem Widerstand bei knapp 115 Dollar gescheitert, so dass jetzt die Chancen auf eine kurzfristige Korrektur deutlich gestiegen sind. Gegenwind erhält der Preis des schwarzen Goldes auch durch die aktuellen US-Rohöllagerbestände, die zuletzt kräftig gestiegen sind.
Mutige Anleger, die hierauf setzen wollen, können diese Strategie mit einem Knock-out-Bear auf den Brent-Ölpreis umsetzen. Die
Commerzbank bietet ein solches Papier mit einem Hebel von rund 35 an. Dieser Hebel ermöglicht schnell hohe Gewinne, allerdings ist auch ein Totalverlust möglich. Daher gilt: Kapitaleinsatz gering halten und das Risiko einkalkulieren. Alternativ bieten sich Gewinnmitnahmen nach einer Abwärtsbewegung an.
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