Die Entscheidung war zwar lange erwartet worden, kam am vergangenen Freitag aber doch überraschend: Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs herabgestuft. Damit droht dem DAX ein Rückschlag.
Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat am Wochenende als erster DAX-Chef ausgesprochen, was viele Denken - und dafür viel Kritik geerntet: Deutschlands Austritt aus dem Euro, wenn sich die Krisenländer nicht disziplinieren. Nach der Herabstufung Frankreichs und anderer europäischer Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor´s rückt aber genau diese Entscheidung immer näher. Denn ohne Frankreich wird die zu schulternde Last hierzulande immer größer, und entweder wird die Last übernommen und das Land zahlt entsprechend ein oder man entscheidet sich für einen Austritt.
Am wahrscheinlichsten dürfte die Übernahme der Zahlungsverpflichtungen durch Deutschland sein, aber diese Entscheidung könnte trotz Zuspitzung noch dauern, auch wenn dringende Finanzierungsentscheidung innerhalb der EU-Länder jetzt anstehen. In Griechenland beispielsweise wurde eine Entscheidung auf den kommenden Mittwoch vertagt, und die in dieser Woche anstehenden Anleihenemissionen in zahlreichen Krisenländern geben Aufschluss über ihre Refinanzierungskonditionen. Die italienische Auktion vom vergangenen Freitag verlief schleppend, auch wenn der Staat sich wie gewünscht refinanzieren konnte.
Die Vorzeichen für heute sind also negativ. Hinzu kommt, dass in Asien die Aktienmärkte bereits deutlich einbüßten. Die US-Börsen sind heute aufgrund eines Feiertags geschlossen. Der Fokus bleibt auf Europa.
Mutige Anleger, die daher auf einen Abwärtstrend im DAX setzen wollen, können diese Strategie mit einem Knock-out-Bear umsetzen.
Goldman Sachs bietet ein solches Papier mit einem Hebel von rund 43 an. Dieser Hebel ermöglicht schnell hohe Gewinne, allerdings ist auch ein Totalverlust möglich. Daher gilt: Kapitaleinsatz gering halten und das Risiko einkalkulieren. Alternativ bieten sich Gewinnmitnahmen nach einer Abwärtsbewegung an.
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