Die mittelfristigen Konjunkturaussichten sprechen für Investments in den chinesischen Renminbi. Aber das Angebot ist mager.
Renminbi Kapitalschutz...
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Ausverkauft! Wie vor einem fast leeren Regal stehen Anleger, die auf einen Anstieg der chinesischen Währung setzen wollen. Dabei sprechen gerade die jüngsten Konjunkturdaten für ein mittelfristiges Engagement in die Währung der großen, finanzstarken Exportnation.
Deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen die Konjunkturdaten für das vierte Quartal: Die Wirtschaft wuchs um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Viele Indikatoren wie die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze oder der Geschäftsklimaindex entwickelten sich zuletzt besser als erwartet. „Ein deutlicher Einbruch des Wirtschaftswachstums ist nicht zu befürchten, lediglich eine leichte Konsolidierung auf schwächerem Wachstumsniveau“, urteilt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank.
Ernsthafte Gefahren sind dagegen die überhöhten Immobilienpreise und das Schattenbankensystem. Sie beunruhigen Halver aber nicht: „China hat eine Kommandowirtschaft und steuert die Wirtschaft gezielt“, so der Experte. Positiv wertet er den Aufbau der Binnenkonjunktur und eines Sozialversicherungssystems, ebenso die Zinssenkungsfantasie sowie die Handelsbilanzüberschüsse.
Ähnlich wie viele Analysten rechnet Halver mit einem weiter starken, also aufwertenden Renminbi. Bis Jahresende prognostiziert er für die chinesische Währung Kurse um 7,80 Yuan zum Euro und 6,05 zum Dollar. Neben den fundamentalen Daten spricht auch die Charttechnik mittelfristig für einen festen Renminbi.
Weitgehend abgesichert können Anleger darauf mit einer Kapitalschutzanleihe der
Royal Bank of Scotland (
RBS) spekulieren. Die knapp dreieinhalb Jahre laufende Anleihe sichert die Rückzahlung zu 100 Euro – allerdings nur, sofern der Emittent nicht zahlungsunfähig wird. Darin liegt ein Risiko, denn die Kreditausfallraten für die
RBS sind leicht überdurchschnittlich. Für ein Investment spricht jedoch die Bonitätsnote „A“ von Standard&Poor’s sowie die 83-prozentige Beteiligung Großbritanniens an der Bank.
Attraktive Gewinne bringt das Papier, wenn der Renminbi stark bleibt: Wechselkursgewinne im Renminbi werden zu 130 Prozent ausbezahlt. Notiert der Renminbi beispielsweise zum Dollar im Juli 2015 um 20 Prozent höher als bei Emission (6,468 Yuan/Dollar), erhalten Anleger neben der garantierten Rückzahlung von 100 Euro zusätzlich 26 Euro. Obwohl der Renminbi bereits zugelegt hat, zeigt sich dies kaum im Kurs der Anleihe. Das ist zum einen auf die Bonität der Emittentin zurückzuführen, zum anderen auf die lang laufenden Optionen, die hinter der Konstruktion stecken. „Der Handel von Renminbi-Optionen ist wenig liquide“, sagt Michael Hanzl von der
RBS. Das erklärt, warum das Angebot an Zertifikaten darauf gering ist und einige Emissionen ausverkauft sind.
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Risiko: Niedrig
WKN: AA3F2H
Kurs am 6.2.2012: 98,75 €
Basispreis: 6,468 $/CNY
Laufzeit: 17.7.2015
Partizipation: 130 %
Spread: 1 %
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