Futures und Optionen sind Teufelszeug, heißt
es. Die meisten denken an schnelle Kursbewegungen
nach oben wie nach unten. Doch
wer damit umzugehen weiß, für den ist das Diabolische
durchaus positiv – etwas teuflisch Gutes.
Denn mit Futures und Optionen lässt sich nicht
nur auf verschiedene Art und Weise spekulieren,
von hochriskant bis moderat, auch Depots können
kostengünstig abgesichert werden.
Optionen und Futures werden an Terminbörsen
gehandelt. Die weltweit größte unter ihnen ist
die deutsch-schweizerische Eurex, die 1998 aus
dem Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse
(DTB) und der Schweizer Terminbörse
(Soffex) hervorgegangen ist. Sie bietet mit dem
Bund-Future den größten Anleihen-Future und
mit dem Euro-Stoxx-50-Future einen der größten
Index-Futures der Welt an. An der Eurex sowie an
anderen Terminbörsen werden nur standardisierte
Produkte gehandelt, so genannte Optionsund
Future-Kontrakte. Von der Börse bestimmte
Kontraktspezifikationen legen dann die Handelsbedingungen
fest, zum Beispiel die Größe der
jeweiligen Options- und Future-Kontrakte, die
Laufzeit der Kontrakte, die Handelszeit und die
Höhe der Sicherheitsleistungen (Margin).
Denn ohne Sicherheiten läuft an der Eurex
wenig. Um dort aktiv zu werden, müssen Anleger
ein separates Handelskonto bei einer Bank oder einem Broker eröffnen. Während die Eurex-Margin beim DAX-Future mit 10050 Euro vergleichsweise
hoch ist, liegt sie beim Bund-Future mit
1400 und beim Euro-Stoxx-50-Future mit 2650
Euro niedriger.