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Die Zukunft fest im Blick



Am einfachsten funktionieren Futures an der Eurex. Mit dem Kauf eines Futures verdienen Anleger bei einem Anstieg der Kurse im Basiswert. Dagegen gewinnen sie beim (Leer-) Verkauf eines Futures, sollten die Kurse fallen. Dabei können Anleger unter verschiedenen Basiswerten wählen: von Aktien bis zu Zinspapieren.


 

Die Preistransparenz ist der große Vorteil der Futures, denn sie gehen eins zu eins mit dem Basiswert mit. Steigt beispielsweise der Euro-Stoxx 50-Future um 30 Indexpunkte von 3800 auf 3830, legt ein Future-Kauf, eine so genannte Long-Position, ebenfalls um 30 Punkte zu. Ein Future- Verkäufer mit einer so genannten Short-Position verliert in diesem Fall 30 Punkte. Der Hebel entsteht dadurch, dass Future-Anleger nur einen Teil des Euro-Stoxx 50-Wertes als Sicherheit hinterlegen müssen. Da an der Eurex ein Indexpunkt im Euro-Stoxx-50-Future mit zehn Euro bewertet wird, beläuft sich der Wert eines Euro-Stoxx-50- Future-Kontrakts bei einem aktuellen Indexstand von 3800 Punkten auf 38 000 Euro. Um einen Future im Wert von 38 000 Euro zu handeln, müssen Anleger 2650 Euro als Margin hinterlegen. Das bedeutet einen Hebel von 14,3 auf die Sicherheitsleistung. Dagegen besteht bei den jüngst eingeführten Aktien-Futures ein Kontrakt meist aus 100 Aktien, und die geforderte Margin beträgt rund zehn Prozent vom Kontraktwert (Aktienkurs mal 100). Dadurch liegt der Hebel eines Aktien- Futures in etwa bei zehn.

Der erwähnte Anstieg um 30 Indexpunkte ist zwar klein, bedeutet aber im Future einen Gewinn von 300 Euro (30 Punkte mal zehn Euro). Auf die geforderte Margin von 2650 Punkten bezogen sind das mehr als zehn Prozent. Doch Vorsicht: Genauso schnell kann die Position auch Verluste produzieren. Das passiert, wenn bei Long-Positionen die Kurse fallen oder bei Future- Verkäufen die Kurse steigen. Die Margin deckt zunächst die Verluste ab. Wird aber bei einer unerwünschten Kursbewegung die Margin aufgezehrt, muss weiteres Kapital auf das Handelskonto überwiesen werden. Andernfalls müssen Future-Positionen geschlossen werden.

Das Risiko besteht also darin, dass mehr als die vorhandene Sicherheit verloren geht. Deshalb verlangen Banken und Broker oft das 1,5fache bis Doppelte der Eurex-Future-Margin. Auf Grund schneller Gewinn- und Verlustmöglichkeiten sind Stoppkurse beziehungsweise ein adäquates Risikomanagement beim Future- Handel Pflicht.

© 2006 boerse-online.de, © Illustration: pixelio.de


DAX 6.692,96

-95,84 Punkte/-1,41%
Chart
DAX Tops
  Kurse Diff%
54,80 +1,11%
81,60 +0,74%
77,41 +0,43%
7,47 +0,16%
DAX Flops
  Kurse Diff%
2,06 -5,16%
33,47 -4,00%
21,97 -3,89%
10,72 -2,99%
Wie weit wird der DAX 2012 noch steigen?
 

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